Abnehmen trotz Stress: wie man Teufelskreise vermeidet

von Astrid Kurbjuweit
Stress macht dick, Abnehmen macht Stress, Abnehmen macht dick?
27. August 2021
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3 Minuten

Stress und Abnehmen stehen in zweifacher Weise in Zusammenhang. Auf der einen Seite kann Abnehmen Stress verursachen, auf der anderen Seite führt Stress dazu, dass das Abnehmen schwieriger wird.

Stress ist eine der Ursachen für Übergewicht, die oft vergessen werden.

Übergewicht verursacht Stress

Übergewichtige werden immer noch diskriminiert, das ist für die Betroffenen sehr stressig. Übergewicht macht viele Aspekte des Lebens beschwerlich, auch das kann zu Stress führen. Die einfachste Lösung wäre Abnehmen, doch leider verursacht auch das Stress.

Stress als Mitverursacher von Übergewicht

Wer im Stress ist, der vergisst manchmal das Essen. Genauso kann es vorkommen, dass man vergisst, dass man bereits gegessen hat. Sowohl das Auslassen von Mahlzeiten, als auch das zu viel Essen begünstigt Übergewicht.

Auch Fast Food und andere schnelle Mahlzeiten werden mit steigendem Körpergewicht in Verbindung gebracht.

Stress wird meistens unangenehm erlebt. Das führt häufig dazu, dass man das Bedürfnis verspürt, sich mit Essen zu belohnen, wenn man das wieder alles ausgehalten hat.

Über einen noch nicht vollständig geklärten Mechanismus führt Stress dazu, dass häufiger Hunger empfunden wird. Stress scheint über die beteiligten Stresshormone auch dazuzuführen, dass die Speicherung von Fett begünstigt und der Abbau von Fett erschwert wird.

Abnehmen verursacht Stress

Viele Diäten und Abnehmmethoden beruhen auf der disziplinierten Einhaltung von Regeln, die den eigenen Bedürfnissen zuwider laufen.

Häufig müssen komplizierte Rezepte nachgekocht werden, oder es müssen ganz bestimmte Lebensmittel gegessen werden, die vielleicht nicht so unbedingt dem Geschmack des Abnehmwilligen entsprechen.

Und außerdem ist Hunger ein häufiges Problem. Von heute auf morgen ist ein Großteil des Lebens reglementiert. Alles das ist stressig. Die Folge ist, dass man vielleicht durchaus abnimmt, dass es einem aber keineswegs besser geht als mit den ganzen Überkilos.

Ein eventueller Gewichtsstillstand zerrt in der Situation auch noch mehr an den Nerven, als das in entspanntem Zustand der Fall wäre.

Dazu kommt dann häufig noch eine gereizte Grundstimmung, die auf der Unterversorgung des Gehirns mit Zucker beruht. Konzentrationsprobleme und Gedächtnisschwierigkeiten, die die gleiche Ursache haben, machen dann schnell das Maß voll.

Dagegen hilft nur die sorgfältige Auswahl der richtigen Methode zum Abnehmen. Denn alle diese Folgen müssen nicht zwangsläufig so sein, man kann sie vermeiden, wenn man langsam abnimmt und dabei die eigenen Bedürfnisse berücksichtigt.

Wege aus dem Stress

Auf der Suche nach Auswegen aus dem Teufelskreis aus Stress und Übergewicht ist das Erlernen einer Entspannungstechnik die einfachste und naheliegendste Sofortmaßnahme. Wenn man die Ursachen des Stresses nicht ändern kann, so kann man doch entspannt besser damit umgehen.

Besser ist natürlich, die Ursachen des Stresses zu beseitigen. Auch wenn das nicht immer vollständig möglich ist, so kann man doch in vielen Fällen den Stress reduzieren, wenn man sich fragt, ob es wirklich notwendig ist, perfekt zu sein. Oder ob nicht gelegentlich auch mal etwas liegen bleiben kann.

Bei durch Übergewicht und Abnehmen ausgelöstem Stress hilft es wohl am besten, sich eine stressarme Abnehmmethode zu suchen und gleichzeitig an den Verursachern des Stresses zu arbeiten.

Diskriminierungen muss man sich nicht gefallen lassen. Wenn im Alltag vieles beschwerlich ist, dann hilft Training und Übung. Nur weil man dick ist, muss man nicht zwangsläufig auch unfit und unbeweglich sein.

Wie bei den meisten Teufelskreisen hilft wohl auch hier am besten, nach und nach an jedem Ende ein bisschen was zu verändern und sich dabei in Geduld zu üben. Viele kleine Erfolge ergeben am Ende einen ganz großen Erfolg.

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Beitragsbild: Flotsam/Shutterstock