Apfelmus Rührkuchen - weniger Kalorien, genauso lecker
31. Oktober 2021
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6 Minuten

Wer gerne Kuchen isst, sollte sich diesen Genuss hin und wieder gönnen. Das ist tatsächlich auch zum Abnehmen ganz wichtig. Denn wenn der Genuss zu kurz kommt, wird das Abnehmvorhaben früher oder später scheitern.

Kuchen muss also sein. Was nicht bedeutet, dass man sich hemmungslos an den größten Kalorienbomben bedienen soll. Wer gerne Rührkuchen isst, für den ist Apfelmus-Rührkuchen eine gute Wahl. Das Rezept folgt weiter unten.

Genuss macht schlank

Der wichtigste Teil ist, den Kuchen tatsächlich zu genießen. Nicht mit schlechtem Gewissen reinstopfen, sondern mit viel Zeit und Muße, mit voller Konzentration auf den Genuss schmecken, riechen und kauen.

Wenn die Zeit dafür nicht da ist, dann ist sie nicht da. Dann gibt es den Kuchen wann anders. Mit dieser einfachen Regel verhindert man sinnlose Kalorienorgien, an die man sich hinterher nicht oder nur noch am Rande erinnern kann.

Langsam essen macht schlank. Da ist es beinahe egal, was man isst.

Wer auf diese Weise wirklich mit allen Sinnen genießt, der hat viel mehr von dem, was er zu sich nimmt. Dadurch kann man mit einer kleinen Menge eine große Zufriedenheit erreichen. Ein Stück Kuchen reicht dann.

Wer wirklich mit allen Sinnen genießt, der kann sich hinterher noch lange an den Genuss erinnern. Das macht, dass man nicht so schnell die nächste Portion braucht.

Wer sich gut an den Genuss erinnert, kann sich auch die Wartezeit bis zum nächsten Mal gut mit der Vorfreude versüßen. Denn wenn man wirklich mit allen Sinnen genossen hat, dann kann man die Erinnerung daran auch wieder mit allen Sinnen genießen. Und diese lebhafte Erinnerung für eine ebenso lebhafte Vorfreude verwenden.

Das eine Stück Kuchen, das man tatsächlich gegessen hat, kann man auf diese Weise sozusagen mehrfach essen. Das spart enorm viele Kalorien ein. Ohne Verzicht. Die einzige Voraussetzung dafür ist echter Genuss mit allen Sinnen.

Abnehmen mit Kuchen: Wie oft, wie viel ist erlaubt?

Wer seinen Kuchen wirklich genießt, wird ganz von sich aus keine großen Portionen brauchen. Das muss man vielleicht ein bisschen üben, aber wer langsam und genussvoll isst, ist satt, bevor es zu viel werden kann. Es ist also erlaubt, so lange Kuchen zu essen, bis man satt ist. Unter der Bedingung, dass man langsam und mit Genuss isst. Dann isst man auch nicht zu viel.

Kuchen ist für den Genuss, ist kein Grundnahrungsmittel

Es sollte klar sein, dass Kuchen nicht für die alltägliche Ernährung taugt. Wer einen hohen Energieverbrauch hat (z.B. Sportler und körperlich Arbeitende) kann eventuell auch jeden Tag ein Stück essen, aber für die meisten ist das keine so gute Idee.

Damit man den Genuss auch wirklich voll auskosten kann, ist es sinnvoll, ein bisschen zu planen. Zum Beispiel kann man einmal in der Woche, an einem Tag, an dem man Zeit hat, ein Stück Kuchen einplanen. Die Woche über kann man sich drauf freuen, wie ein Kind auf Weihnachten.

Und wenn es dann so weit ist, kann man den Tisch festlich decken, sich bequem hinsetzen und in aller Ruhe genießen. Das tut gut, das kann, soll und darf man sich gönnen.

Kuchen als Belohnung? Besser nicht

Wenn der Kuchen schon etwas Besonderes ist, dann kommen viele auf die Idee, ihn als Belohnung für Wohlverhalten einzusetzen. Sich also Kuchen zu gönnen, wenn sie ein Gewichtsziel erreicht oder eine Zeit lang besonders gut die Diät eingehalten haben. Das ist keine gute Idee.

Denn Genuss muss sein, den braucht man sich nicht verdienen. Man hat einfach so ein Recht auf Genuss.

Wenn man den Kuchen oder den Genuss dagegen als Belohnung verwendet, dann bleibt immer eine missliche Möglichkeit. Denn dass man seine eigenen Standards manchmal nicht einhält, damit muss man rechnen. Das ist frustrierend genug, wenn man es mal nicht geschafft hat. Genau dann tut der Kuchen aber besonders gut und gibt vielleicht auch die Motivation und die Zuversicht zurück, um wieder weiterzumachen.

Diese Möglichkeit sollte man sich nicht verbauen.

Noch schlimmer ist, wenn man nach seiner eigenen Regel keine Belohnung verdient hat und den Kuchen dann trotzdem isst. Mit schlechtem Gewissen.  Man sollte niemals mit schlechtem Gewissen essen. Schlechtes Gewissen ist Stress pur und Stress macht dick. In die Falle sollte man nicht tappen.

Man sollte sich also nicht in die Situation bringen, dass man sich auf den Kuchen gefreut hat und es ihn dann doch nicht gibt.

Welches ist der richtige Kuchen zum Abnehmen?

Kuchen ist ja im Allgemeinen nicht wirklich kalorienarm. Von daher hat die Frage, welchen man am besten isst, ihre Berechtigung.

Es gibt viele Kuchenrezepte, die extra für Diäten und andere Abnehm-Bemühungen kreiert wurden. Häufig enthalten sie Süßstoffe, Sahne-Ersatz oder andere künstliche Zutaten. So dass der Kaloriengehalt im Vergleich zum Original-Rezept niedriger ist. Oft ist dann auch der Genuss niedriger.

Besser ist, in sich hineinzuhören und sich für den Kuchen zu entscheiden, auf den man so richtig Lust hat. Davon ein Stück wirklich zu genießen ist viel besser als kalorienarmen Kuchen zu essen, der einem nicht oder jedenfalls nicht so gut schmeckt.

Apfelmus-Rührkuchen, das ist Kuchen zum Abnehmen

Apfelmus-Rührkuchen, das ist Kuchen zum Abnehmen
Foto: Irina Rostokina/Shutterstock

Wer lieber Torte statt Kuchen essen möchte, der kann vielleicht auch eine Brombeer-Joghurt-Torte versuchen. Ansonsten ist jeder Kuchen für den gelegentlichen Genuss geeignet, nur schmecken muss er. Abnehmen mit Kuchen ist möglich.

Kuchen selber backen: warum das besser als kaufen ist

Kuchen kann man heute an jeder Ecke kaufen. Jeder Supermarkt hat fertigen Kuchen im Angebot, jede Bäckerei hat zu jeder Zeit Kuchen. Man muss nur zugreifen und den Mund aufmachen.

Und genau das ist das Problem. Es geht zu schnell. Der Genuss bleibt bei dieser Geschwindigkeit auf der Strecke.

Abgesehen davon enthalten die meisten fertig gekauften Kuchen Zutaten oder Substanzen, die man selbst niemals in den Kuchen tun würde. Wenn einen also der Appetit auf ein schnelles Stück Kuchen im Stehen oder Gehen überkommt, kann es helfen, die Zutatenliste zu lesen. Genuss ist meistens anders.

Kuchen selber zu backen ist nicht schwierig. Natürlich gibt es auch komplizierte Rezepte, aber es gibt auch ganz viele einfache. Keine Ahnung vom Backen zu haben, ist also keine Ausrede. Man kann es lernen.

Wer selbst backt, kann auch selbst entscheiden, welche Zutaten in den Kuchen kommen. Welches Mehl, welche Zuckersorte, welche sonstigen Zutaten, Butter, Margarine oder ein ganz anderes Fett, man hat es in der Hand. Man kann Eier von glücklichen Hühnern kaufen oder sich für eine vegane Alternative entscheiden.

Und auch dann, wenn man von jedem das beste und teuerste kauft, ist das Ergebnis fast immer preisgünstiger als der fertige Kuchen, der nur allzu oft aus minderwertigen Zutaten besteht.

Kuchenteig anrühren ist einfach - das Ergebnis ist leckerer Kuchen

Kuchenteig anrühren ist einfach – das Ergebnis ist leckerer Kuchen
Foto: GOLFX/Shutterstock

Selber zu backen kostet natürlich Zeit. Aber das ist ein Posten auf der positiven Seite, wenn man abnehmen oder schlank bleiben möchte. Wichtige Dinge erkennt man daran, dass man Zeit für sie hat. Wenn man keine Zeit zum Backen hat, dann ist der Kuchen wohl nicht so wichtig.

Apfelmus-Rührkuchen: Das Rezept

Sandkuchen oder anderer Napfkuchen aus Rührteig ist einfach hergestellt und sehr lecker, leider aber auch sehr fett und damit ganz und gar nicht kalorienarm.

Wenn man den Rührteig mit Apfelmus „verlängert“, dann lässt er sich genauso einfach anrühren und backen, aber das Resultat hat deutlich weniger Kalorien. Und wenn einem die Kalorien egal sind, dann ist es immer noch ein einfacher, aber sehr leckerer Kuchen.

Auf das schlechte Gewissen beim Genuss von Rührkuchen kann also verzichtet werden, auch wenn der Kuchen weiterhin viel Fett und Zucker enthält und deshalb nicht zu den Grundnahrungsmitteln zählt.

Zutaten

150 g Butter oder Margarine
100 – 150 g Zucker
4 Eier
400 g Weizen-Vollkornmehl
75 g Speisestärke
1 Backpulver
350 – 400 g Apfelmus
etwas abgeriebene Zitronenschale (von einer unbehandelten Zitrone)
1 Teelöffel Zimt

Zubereitung

Fett und Zucker schaumig rühren. Wenn das Apfelmus gesüßt ist, die kleinere Zuckermenge verwenden, bei ungesüßtem Apfelmus die größere Zuckermenge.

Die Eier einzeln zugeben und gut verrühren. Mehl, Stärke und Backpulver vermischen. Etwa die Hälfte davon mit der Fett-Eier-Mischung verrühren. Etwa die Hälfte des Apfelmus zugeben und unterrühren. Zimt und Zitronenschale zugeben.

Danach abwechselnd Mehl und Apfelmus unterrühren, bis eine weiche Rührteig-Konsistenz erreicht ist. Je nachdem, wie flüssig das Apfelmus ist, davon etwas weniger oder etwas mehr verwenden.

Den Teig in eine antihaftbeschichtete oder mit Backpapier ausgelegte Gugelhupfform, Springform mit Rohrboden oder rechteckige Kastenform füllen und bei 175 °C Ober- und Unterhitze ca. 50 min. backen.

Mit der Stäbchenprobe kann man feststellen, ob der Kuchen gar ist. Mit einem Zahnstocher oder Schaschlikspieß aus Holz in den Kuchen stechen. Wenn Teig kleben bleibt, ist er noch nicht fertig. In dem Fall eventuell die Hitze etwas reduzieren, damit der Kuchen von oben nicht schwarz wird. Und nach ein paar Minuten nochmal testen, bis nichts mehr kleben bleibt. Dann ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen zuerst in der Form etwas abkühlen lassen, dann erst auf ein Kuchengitter legen. In warmem Zustand ist der Kuchen sehr weich, wenn man ihn sofort aus der Form nimmt, zerbricht er leicht.

Wer zu viel Kuchen gebacken hat, muss ihn deshalb nicht sofort aufessen. Man kann vorher planen und genügend Gäste einladen, man kann das Rezept halbieren oder vierteln, man kann Reste einfrieren. Der Apfelmus-Rührkuchen schmeckt auch nach dem Auftauen nochmal richtig gut.

Variationen zum Apfelmus-Rührkuchen

Natürlich ist es erlaubt, das Rezept abzuwandeln und die für einen persönlich beste Variante zu kreieren. Zum Beispiel vertragen sich Mandeln oder Zimt gut mit den anderen Zutaten. Aber der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Eine Beobachtung beim Abnehmen ist, dass man, je länger man dabei ist, immer weniger süß mag. Es ist kein Problem, den Kuchen mit weniger Zucker zu backen. Die vom süßen Geschmack entwöhnten Geschmacksnerven werden die anderen Aromen, wie den herrlichen Geschmack (und Geruch) nach Apfel, umso intensiver wahrnehmen können.

Und wenn im Laufe des Abnehmens die Lust auf Süßes so weit nachgelassen hat, dass man eher Lust auf ganz andere Sachen hat, dann darf man dem mit gutem Gewissen nachgeben.

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Beitragsbild: Ahanov Michael/Shutterstock