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Abnehmen ohne Diät-Regeln. Warum ständiges „Man sollte…“ nicht weiterhilft

Du bist unsicher, was du tun musst, um abzunehmen? Um auf Nummer sicher zu gehen, befolgst du Vorschriften extra-genau? Warum das nicht zielführend ist, warum dein Wohlbefinden der bessere Kompass ist.
Ein zerknüllter Zettel mit der Aufschrift Diätregeln
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2 Minuten
Astrid Kurbjuweit
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Wer abnehmen möchte, hat eine Menge Fragen. Was soll ich essen, wie oft, zu welcher Uhrzeit und was sollte ich lieber komplett lassen? Antworten darauf gibt es wie Sand am Meer – doch kaum eine überzeugt wirklich. Meistens landet man bei endlosen Auflistungen von Dingen, die man angeblich tun und lassen sollte. Das Wort „sollte“ ist dabei der unangefochtene Hauptdarsteller.

Je mehr dieser Ratgeber man liest, desto widersprüchlicher wird das Ganze. Jeder behauptet etwas anderes, handfeste Begründungen sind Mangelware. Stattdessen wird erwartet, die Glaubenssätze der jeweiligen Autoren einfach zu übernehmen oder blind auf vermeintliche Autoritäten zu vertrauen.

Wer es schafft, sich für eine dieser Listen zu entscheiden, hat noch lange nicht gewonnen. Denn was bedeutet „man sollte“ eigentlich in der Praxis? Muss man sich immer daran halten? Was passiert, wenn es mal nicht gelingt. War dann alles umsonst?

Wenn keine Ausnahmen vorgesehen wären, hieße es schließlich „man muss“ und nicht „man sollte“. Richtig kompliziert wird es bei schwammigen Regeln wie „man sollte bevorzugt dies oder jenes essen“. Wie oft genau? Was sind die Alternativen?

Weil völlig unklar bleibt, wie streng diese Vorgaben gemeint sind, flüchten sich die meisten Menschen in den Perfektionismus. Sie bemühen sich, die Regeln bis ins kleinste Detail exakt einzuhalten. Dieser Druck löst enormen Stress aus.

Was die Sache nicht besser macht. Dass Stress dick macht, ist längst bekannt. Man soll also nicht nur komplizierte Regeln exakt einhalten, sondern dabei auch noch dafür sorgen, dass man möglichst stressfrei bleibt.

Man erkennt leicht: Damit erreicht man exakt das Gegenteil. Der Stress nimmt zu, nicht ab.

Vielleicht sollte man, wenn man abnehmen möchte, etwas ganz anderes tun. Nämlich die ganzen Vorschriften in den Wind schreiben und für sich herausfinden, was einem wirklich guttut. Weder die Ernährungs-Gurus noch die seriöse Wissenschaft wissen im Detail, was man genau essen sollte.

Tatsächlich hat man eine fast unendliche Auswahl. Man kann alle Lebensmittel, schon per Definition, essen. Was man nicht essen kann, ist kein Lebensmittel.

Entspannt und selbstbestimmt wird man besser schlank. Sollte man meinen.

Die Cortisol-Falle: Wie Perfektionismus die Fettverbrennung bremst

Wer krampfhaft versucht, alles richtig zu machen, jede Kalorie zu kontrollieren und jedes „Man sollte“ der Ernährungsgurus zu befolgen, setzt sich unter Dauerstress.

Die ständige Angst, beim Essen einen Fehler zu begehen oder gegen eine der unzähligen Regeln zu verstoßen, bedeutet, dass es kaum noch Entspannung gibt.

Und an der Stelle schlägt die Biologie gnadenlos zurück. Stress signalisiert dem menschlichen Körper seit Urzeiten eine akute Notlage. Das Gehirn reagiert prompt und flutet den Organismus mit dem Stresshormon Cortisol.

Was dein Körper in einer solchen hormonell gemeldeten Gefahrensituation aber absolut nicht gebrauchen kann, ist Gewichtsverlust. Wer weiß schließlich, wie lange die Not noch andauert?

Das Ergebnis dieser biochemischen Kettenreaktion ist einfach und frustrierend zugleich: Es findet kaum noch Fettverbrennung statt. Stattdessen wird jedes Gramm Fett bevorzugt am Bauch angelagert.

Stress vermeiden, weniger perfekt sein, hilft deshalb viel besser.

So geht Abnehmen ohne Stress.

Abnehmen in den Wechseljahren: Warum alte Diät-Regeln jetzt scheitern

Wenn der Körper ab 50 plötzlich macht, was er will, verfallen viele in blinden Aktionismus. Was mit 30 noch mühelos geklappt hat – mal eben die Kohlenhydrate streichen oder das Abendessen ausfallen lassen -, wird jetzt einfach mit doppelter Härte und eiserner Disziplin durchgepeitscht.

Doch der Körper im hormonellen Umbruch reagiert anders auf solche Angriffe.

In den Wechseljahren stellt sich der Stoffwechsel grundlegend um. Wer jetzt versucht, sein System mit der Brechstange alter Verbotslisten gefügig zu machen, provoziert nur massive Gegenwehr. Eiserner Verzicht, eisernes Regel-Befolgen ist schlicht nicht zielführend.

Genau deshalb ist dein eigenes Wohlbefinden jetzt der einzig brauchbare Kompass.

Wenn dich das akribische Einhalten einer Diät-Regel stresst, erschöpft oder dir dauerhaft schlechte Laune bereitet, dann ist sie schlichtweg falsch für dich.

Es geht auch anders: Stoffwechsel anregen

Intuitiv essen ab 50: Vertraue deinem Körper, nicht dem Ernährungsplan

Wer jahrzehntelang Kalorien gezählt, Punkte berechnet und penibel auf die Uhr geschaut hat, um zu wissen, ob er eine Mahlzeit zu sich nehmen darf, hat völlig verlernt, auf den eigenen Körper zu hören.

Die absurde Folge dieses Diät-Wahnsinns ist, dass wir einer bunten App oder dem vorgegebenen Plan eines wildfremden Ernährungs-Gurus mehr vertrauen als unserem eigenen Magenknurren.

Doch die Lösung für das Problem, wann man was essen sollte, ist nicht die nächste, noch raffiniertere Vorgabe.

Die Lösung ist intuitives Essen. Gerade ab 50, wenn der Körper ohnehin seine eigenen Wege geht, ist es höchste Zeit, das Zepter wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Intuitives Essen ist keine neue Methode mit versteckten Regeln. Es bedeutet schlichtweg, die endlosen Vorgaben von außen konsequent durch die echten Signale von innen zu ersetzen.

So kann man trotzdem erfolgreich abnehmen.

Der erste Schritt aus dem Diät-Wahnsinn

Die Lösung ist nicht der nächste Satz an Vorschriften, sondern dein eigener Weg zur schlanken Linie. Fang mit der Erkenntnis an, dass nicht du gescheitert bist, sondern das Diät- und Vorschriften-System.

Mehr Denkanstöße?

In diesem PDF erfährst du, warum du nicht gescheitert bist. Und wie du anfangen kannst, deinen eigenen Weg zu gehen.

Warum Abnehmen mehr als einzelne Tipps braucht

Ideen, Methoden und Empfehlungen zum Abnehmen gibt es viele. Auch hier. Doch nachhaltiges Abnehmen entsteht nicht einfach aus einzelnen Bausteinen, sondern aus dem Verständnis, wie sie zusammenwirken.

Oft fehlt nicht der nächste Tipp, sondern der Überblick: Warum hat es bisher nicht dauerhaft funktioniert, trotz ehrlicher Bemühungen?

Aus dieser Einsicht entsteht eine andere Art von Strategie. Keine neue Diät, sondern ein veränderter Blick auf den eigenen Körper und das eigene Verhalten.

Die Titelseite des pdfs: Warum du nicht gescheitert bist, als Mockup auf einem Smartpone

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Beitragsbild: ki-generiertes Bild