Dieser Artikel ist Teil einer Artikelserie über die Grundlagen des Abnehmens. Hier geht es zur Übersicht über alle Artikel der Serie.
Körpergefühl oder harte Daten?
Apps und Waagen liefern Daten. Kalorien, Kilogramm. Aber sie sagen dir nicht, ob du eine gesunde Beziehung zum Essen aufbaust oder nur stur nach Zahlen handelst.
Echter, langfristiger Erfolg zeigt sich oft weniger auf dem Display einer Personen- oder Küchenwaage, sondern darin, wie sich dein (Ess-)Verhalten verändert.
Während die „harten“ Daten vordergründig ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, weil sie ja irgendwie richtig sein müssen, egal, wie es sich anfühlt, nützen sie auf Dauer nur mit ständiger Kontrolle.
Das Denkmodell dahinter ist der Kampf gegen den eigenen Körper. Wer stattdessen mit dem eigenen Körper arbeiten möchte, braucht eher weiche Daten.
Dieser Artikel zeigt dir, welche „weichen“ Daten du beachten kannst, um zu wissen, ob du auf dem richtigen Weg bist.
Genuss, Sättigung, Körperwahrnehmung
Unsere Vorfahren wussten ganz genau, wie viel sie essen mussten: So lange sie nicht satt waren, haben sie weiter nach Essbarem gesucht.
Für kleine Kinder ist das heute noch klar: Wenn sie Hunger haben, fordern sie unerbittlich Essen ein, wenn sie satt sind, verlieren sie sofort jegliches Interesse daran.
Wir Erwachsenen können das wieder lernen.
Wie geht das? Indem wir unsere Körper als Verbündete betrachten, indem wir aufhören, unsere Körper zu bekämpfen.
Dein Körper als Verbündeter, nicht als Gegner
Es gibt tausend Gründe, warum heute so viele Menschen das Vertrauen in ihren eigenen Körper verloren haben. Sind Kalorienzählen oder Diätvorschriften die Ursache oder die Folge davon?
Fakt ist, je mehr man nach egal welchen Vorschriften lebt, umso weniger weiß man aus sich selbst heraus, was richtig ist.
Wenn es dein Ziel ist, nicht nur abzunehmen, sondern auch langfristig schlank zu bleiben, dann brauchst du eine Art der Erfolgskontrolle, die dir dein eigenes Verhalten wieder bewusst macht.
Stell dir Fragen:
- Hab ich wirklich Hunger? Oder hab ich Stress, oder bin ich müde?
- Warum esse ich jetzt gerade? Warum esse ich genau das hier und nicht etwas anderes?
- Schmeckt mir dieses Essen wirklich? Kann ich es langsam, mit vollem Genuss essen?
- Hab ich langsam gegessen, oder warum nicht? Sind das wirklich triftige Gründe?
- Brauche ich diesen letzten Happen auf dem Teller wirklich, oder esse ich den nur, weil ich gelernt habe, dass man den Teller leer essen muss?
- Was fehlt mir jetzt gerade? Ist es wirklich Essen, oder was könnte es sonst noch sein?
- Esse ich dieses hier gerade, weil ich das essen möchte, oder mach ich das, weil sonstige Gründe mich dazu bringen (Gewohnheit, andere Menschen, Zeitmangel, Ernährungsvorschriften oder -ideologien etc.)?
- Esse ich dann, wenn ich Hunger habe, oder warum esse ich zu bestimmten Zeiten?
Es erfordert Übung, die entsprechenden Signale des Körpers richtig zu deuten, es erfordert Übung, sich über Konventionen hinwegzusetzen und nach den Signalen des Körpers zu handeln.
Aber der Körper sendet Hunger, Sättigung, Appetit auf bestimmte Lebensmittel, etc. Wer diese Signale wieder richtig interpretiert und ernst nimmt, weiß, dass er der dauerhaft schlanken Linie einen riesigen Schritt näher gekommen ist.
Eine vergleichbare Vorgehensweise kann zu einem gesunden Bewegungsverhalten führen. Denn jeder Mensch hat einen natürlichen Bewegungsdrang. Es geht uns besser, wenn wir uns bewegen. Nicht zu verwechseln mit schweißtreibendem Sport.
Weiterführende Informationen
Wie du lernst, die Signale deines Körpers wieder wichtig zu nehmen:
Essen mit Genuss: Qualität statt Quantität
Bewegung statt Sport-Quälerei: Bewegung macht glücklich (und schlank)





