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Mikronährstoffe & Ballaststoffe: Die Sattmacher-Formel

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe haben keine Kalorien. Trotzdem erzeugt ein Mangel Hunger, der dazu führen kann, dass man zu viele Kalorien isst.
Beeren, Kräuter, Samen und Nüsse als Illustration für Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe
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3 Minuten
Astrid Kurbjuweit
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Dieser Artikel ist Teil einer Artikelserie über die Grundlagen des Abnehmens. Hier geht es zur Übersicht über alle Artikel der Serie.


Nährstoffe ohne Kalorien: Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe etc.

Die Makronährstoffe Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett liefern die Energie in der Nahrung. Der Körper braucht diese Energie, aber zu viele Kalorien machen dick.

Wer versucht, sich an Hunger und Sättigung zu orientieren, um nicht mehr zu essen als er braucht, entdeckt oft eine Hürde: es kann sehr schwer sein, mit Essen aufzuhören, obwohl man genau weiß, dass man satt ist.

Ein Grund dafür kann ein Mangel an Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen sein.

Das kann einen regelrechten Heißhunger auslösen. Der dann dazu führt, dass man zu viele Kalorien isst.

Mikronährstoffe sind also ein weiterer Grund, warum es nicht nur auf die Kalorien ankommt, warum es wichtig ist, darauf zu achten, was man isst. Besonders beim Abnehmen, wenn man versucht, mit wenigen Kalorien auszukommen.

Warum Nährstoffmangel Heißhunger auslösen kann

Vitamine heißen so, weil sie für das Leben (Vita) essenziell wichtig sind. Es geht nicht ohne.

Das gleiche gilt aber auch für Mineralstoffe und Spurenelemente. Alle diese Substanzen, die nur in winzigen Mengen benötigt werden, sind lebensnotwendig.

Ohne sie können viele biochemische Prozesse im Körper gar nicht ablaufen. Sie steuern den Stoffwechsel, die Hormonproduktion und die Zellerneuerung. Ohne Mikronährstoffe kann der Körper die Makronährstoffe oft gar nicht richtig verarbeiten.

Der Körper verfügt über Sensoren, die messen, ob alle notwendigen Baustoffe vorhanden sind. Fehlen wichtige Mikronährstoffe, sendet das Gehirn ein Signal: Hunger!

Das Problem ist, dass dieses Signal diffus ist. Der Körper sagt nicht, was er genau braucht, sondern er erzeugt einen allgemeinen Essdrang (Heißhunger), dem schwer zu widerstehen ist.

Mikronährstoffe sind beim Abnehmen wichtig

Wer übergewichtig ist, hat sich in der Vergangenheit oft eher ungesund ernährt. Falsche Ernährung mit zu wenigen Nährstoffen kann das Übergewicht herbeigeführt haben, weil der Körper eben immer mehr Nahrung fordert, solange irgend etwas fehlt.

Damit das aufhört, helfen keine strengen Diäten mit noch weniger gesunden Nährstoffen, sondern eine Ernährungsweise, die alle Nährstoffe in ausreichender Menge enthält.

Das ist der Grund, warum Industrieprodukte, Fast Food und Fertigessen oft zu Übergewicht führen. Die haben oft gar nicht so viele Kalorien. Aber zu wenige Nährstoffe. Der Körper fordert dann mehr, bis es endlich genug Nährstoffe sind. Bis dahin sind es aber viel zu viele Kalorien.

Die Mikronährstoffe sind der Hauptgrund, warum eine Ernährung mit möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln das Abnehmen leichter macht. Es sind nicht die Kalorien.

Hinzu kommt noch ein zweiter Faktor. Die Ballaststoffe.

Ballaststoffe gegen Hunger

Unverarbeitete pflanzliche Lebensmittel enthalten Ballaststoffe. Die kein Ballast sind, sondern dafür sorgen, dass die Verdauung reibungslos läuft, dass der Magen lange gefüllt bleibt, dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt.

Oder kurz, die dafür sorgen, dass man lange satt bleibt. Länger ohne Snacks auskommt. Insgesamt weniger Kalorien zu sich nimmt.

Wo Ballaststoffe drin sind, sind meistens auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente drin. Und noch etwas: die sekundären Pflanzenstoffe.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Braucht man das zum Abnehmen?

Sekundäre Pflanzenstoffe sind nicht direkt lebensnotwendig, aber in vielerlei Hinsicht hilfreich. Sie verringern das Risiko, an einer Vielzahl von Krankheiten zu erkranken, sie haben tausende von Wirkungen. Wer viele sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nimmt, ist oft gesünder.

Das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist niedriger, das metabolische Syndrom, das mit Übergewicht assoziiert ist, tritt seltener auf.

Nein, man braucht sekundäre Pflanzenstoffe nicht direkt zum Abnehmen, aber allgemein gesünder zu sein wirkt sich auch positiv auf das Körpergewicht aus.

Wer unverarbeitete Produkte wie Obst, Gemüse, Vollkorn isst, braucht über alle diese Dinge nicht im Detail nachzudenken.

Das ist anders, wenn man sich für eine Ernährung mit vielen hochverarbeiteten Lebensmitteln entscheidet.

Braucht man Nahrungsergänzung zum Abnehmen?

So viele Nährstoffe, so ein komplexes Zusammenspiel, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Viele entscheiden dann, sicherheitshalber Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um Mangelsymptome sicher zu vermeiden.

Nötig ist das nur bei einer nährstoffarmen Ernährung. Und dann ist zweifelhaft, ob es hilft. Isolierte Nährstoffe haben oft nicht dieselbe Wirkung.

 

Weiterführende Informationen

Ballaststoffe: Wie sie beim Abnehmen helfen und auch sonst nicht fehlen sollten

Wie Vitamine beim Abnehmen helfen können

Nahrungsergänzung zum Abnehmen? Warum Abkürzungen selten funktionieren

 

Warum Abnehmen mehr als einzelne Tipps braucht

Ideen, Methoden und Empfehlungen zum Abnehmen gibt es viele. Auch hier. Doch nachhaltiges Abnehmen entsteht nicht einfach aus einzelnen Bausteinen, sondern aus dem Verständnis, wie sie zusammenwirken.

Oft fehlt nicht der nächste Tipp, sondern der Überblick: Warum hat es bisher nicht dauerhaft funktioniert, trotz ehrlicher Bemühungen?

Aus dieser Einsicht entsteht eine andere Art von Strategie. Keine neue Diät, sondern ein veränderter Blick auf den eigenen Körper und das eigene Verhalten.

Die Titelseite des pdfs: Warum du nicht gescheitert bist, als Mockup auf einem Smartpone

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