Viele möchten mit dem Joggen beginnen, um abzunehmen. Eine gute Idee. Also gesagt, getan? Leider nicht immer.
Denn da ist dieser Gedanke: „Ich würde ja gerne mit dem Joggen anfangen – aber erst muss ich ein paar Kilos loswerden. In meinem Zustand kann man doch unmöglich loslaufen…“
Ein nachvollziehbarer Gedanke. Denn das Gewicht macht Joggen nicht unbedingt einfacher. Und die Mitmenschen sorgen auch nicht gerade dafür, dass man sich in Sportkleidung wohlfühlt.
Das Dumme ist nur, dass so ein Gedanke einen in einer Endlosschleife festhält: Man müsste abnehmen, um Sport zu machen, aber man müsste Sport machen, um abzunehmen. Ergebnis? Man tut gar nichts. Und fühlt sich schlecht dabei.
Doch hier kommt die gute Nachricht: Du musst nicht warten, bis du fit genug oder schlank genug bist. Du darfst jetzt anfangen. Ja, auch mit Übergewicht. Ja, auch im Schneckentempo. Jeder darf Joggen, in seinem eigenen Tempo.
In diesem Artikel geht es darum, warum es keine gute Idee ist, das Laufen aufzuschieben. Es geht darum, zu erkennen, dass die eigentlichen Hindernisse im eigenen Kopf sind. Wer sie erkennt, kann einfach loslaufen. Und damit abnehmen.
10 Gründe, warum du jetzt anfangen kannst zu joggen:
- Für die ersten Versuche brauchst du keine Sportkleidung. Laufschuhe und ein Sport-BH helfen, aber die Wurstpelle muss nicht sein. Zieh bequeme Sachen an, in denen du dich wohlfühlst. Du musst nicht erst in hautenges Zeug passen, um zu joggen.
- Du läufst am Anfang langsam. Nicht weil du dick bist, sondern weil alle Lauf-Anfänger langsam laufen. Wer das nicht tut, hört schnell wieder auf, egal wie viel oder wie wenig er wiegt.
- Man kann nicht zu langsam laufen. Es ist egal, wie schnell andere sind. Du joggst für dich, nicht für irgendwelche Zuschauer. Du läufst dein Tempo. Das ist am Anfang langsam. Sehr langsam. Das muss langsam sein, damit du später schnell werden kannst.
- Es ist egal, was andere denken. Die meisten anderen joggen gar nicht. Schlauberger dieser Art brauchst du nicht. Ignorier sie. Wer was zu meckern hat, wird meckern, egal, wie viel zu wiegst. Du kannst es diesen Leuten sowieso nicht recht machen.
- Joggen ist keine gelenkschonende Sportart. Das stimmt. Das stimmt aber immer, egal, wie viel du wiegst. Wer langsam und im eigenen Tempo ins Training einsteigt, trainiert auch die Gelenke, auch den gesamten Bewegungsapparat. Gut trainierte Gelenke müssen dann nicht mehr geschont werden.
- Du kannst noch keine 5 Kilometer am Stück laufen. Das macht nichts. Das ändert sich auch nicht durch Abnehmen, sondern durch Lauftraining. Fang an mit Gehen. Dann geh schneller. Dann wage ein paar Laufschritte. Dann ein paar mehr. Wenn du unsicher bist, orientiere dich an einem Trainingsplan für übergewichtige Laufanfänger.
- Training wirkt, egal wie viel du wiegst. Du bist am Anfang langsam, du kommst schnell außer Puste, du kannst keine Minute am Stück laufen? Macht nichts, Training ändert das. Training macht dich fitter, Training macht, dass du länger und schneller laufen lernst.
- Je länger du trainierst, umso mehr Kalorien kannst du durch Joggen verbrauchen. Wenn du jetzt anfängst, kommt du eher dorthin.
- Joggen ist nicht nur für deine Ausdauer, deine Muskeln und deinen Kalorienverbrauch. Joggen schafft Selbstvertrauen, verbessert die Stimmung, senkt dein Stresslevel und bringt dir besseren Schlaf. Alles Dinge, die beim Abnehmen helfen. Egal, wie langsam du unterwegs bist. Egal, wie viel du gerade wiegst.
- Joggen ist eine große Leistung. Auch mit Übergewicht, auch wenn die ersten Schritte schwer fallen, auch wenn Unsympathen was zu meckern haben. Sei stolz auf dich. Auf jeden einzelnen Schritt. Nicht erst dann, wenn du 10 km Rekorde knackst. Sondern jetzt. Nicht erst dann, wenn du 10 kg leichter bist. Sondern jetzt. Der Stolz auf die eigene Leistung hilft beim Abnehmen.