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24 Stunden Diät: 2 Kilo weniger in einem Tag

Ist es möglich, in einem Tag 2kg Gewicht zu verlieren? Die 24 Stunden Diät sagt ja. Wie der Plan aussieht, und warum es richtig hart ist, ihn durchzuhalten. 24 Stunden können lang sein.
Zwei Kilo weniger - Grund zur Freude
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12 Minuten
Astrid Kurbjuweit
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Für alle, die es eilig haben, gibt es eine gute Nachricht. Man kann innerhalb von einem Tag zwei Kilo abnehmen, abhängig von den persönlichen Ausgangsbedingungen sogar noch etwas mehr.

Das Ganze nennt sich 24-Stunden-Diät und ist definitiv kein Spaziergang. Aber es wirkt.

Allerdings ist das nicht die ganze Wahrheit. Die dazugehörige schlechte Nachricht ist, dass man das nicht verlängern kann.

Man kann also nicht innerhalb von zwei Tagen vier Kilo oder sogar innerhalb von 10 Tagen 20 Kilo abnehmen. Nach zwei Kilo ist Schluss.

Die wirklich schlechte Nachricht kommt aber erst noch, und die ist, dass man auch die zwei Kilo vom ersten Tag höchstwahrscheinlich wieder zunehmen wird.

Die 24 Stunden Diät ist also für die Situationen, wenn man sozusagen jetzt sofort wieder in dieses bestimmte Kleid, diese bestimmte Hose passen muss. Das soll ja vorkommen…

24 Stunden Diät: Übersicht

Wie funktioniert diese Diät?

Es gibt zwei Teile, die ineinandergreifen. Das eine ist intensiver Sport, und das andere sind sehr wenige Kalorien, bei fast vollständigem Verzicht auf Kohlenhydrate.

Durch intensiven Sport werden die Glykogenspeicher geleert. Das zwingt den Körper, seine Energie aus dem Körperfett zu holen.

24 Stunden Diät: Viel intensiver Sport, es ist richtig hart

Bei der 24 Stunden-Diät macht man richtig viel intensiven Sport, es ist mehr als nur anstrengend
Foto: margouillat photo/Shutterstock

Das wird dadurch unterstützt, dass man wenig, und vor allem kaum Kohlenhydrate isst. Der Körper hat also keine Chance, die Glykogenspeicher wieder aufzufüllen.

Die Glykogenspeicher – ziemlich zentral für diese Diät

Glykogen ist die Speicherform der Kohlenhydrate. Wir speichern Kohlenhydrate für die schnelle Energiereserve, und für die Versorgung des Gehirns und anderer Strukturen, die auf Glykogen angewiesen sind (Der Körper hat ein Notfallprogramm, es passiert also nichts, wenn mal keine Kohlenhydrate da sind).

Verglichen mit dem Körperfett, ist die Speicherung der Kohlenhydrate unökonomisch. Wir speichern, je nach sportlicher Fitness, so ungefähr 2000 Kalorien in Form von Glykogen. Dieser Speicher wiegt dann ca. 2 Kilo.

Zum Vergleich, in 2 Kilo Körperfett sind etwa 14.000 Kalorien gespeichert. Die meisten Menschen haben mehr als 2kg Körperfett.

Wer also seine Glykogenspeicher komplett leert, verliert auch ca. 2 Kilo Gewicht. Das schafft man aber nur, wenn man sportlich fit ist.

Hinzu kommt, dass man in den 24 Stunden wenig isst, und fast gar keine Kohlenhydrate isst. Der Körper muss also Fett verbrennen.

Realistisch ist also, dass man recht viel Glykogen und ein wenig Fett verlieren wird in den 24 Stunden. Wer sportlich ist, kann viel Glykogen verlieren.

Anzeige: Zuletzt aktualisiert am 28. Februar 2024 um 19:47 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Wer unsportlich ist, kann aber genauso viel Gewicht verlieren, nur eben in Form von Wasser. Realistisch ist auch, dass der Bauchumfang etwas kleiner werden wird.

Es ist also durchaus möglich, in einem Tag 2 Kilo Gewicht zu verlieren. Aber es wird anstrengend, es macht keinen Spaß, und es hat Nebenwirkungen.

Anleitung für die 24-Stunden-Diät

Wer die 24 Stunden Diät in Erwägung zieht, sollte gesund sein. Es ist körperlich sehr anstrengend, Unterzuckerung oder Kreislaufprobleme sind möglich. Im Zweifel fragt man besser einmal zu oft einen Arzt/eine Ärztin.

Die 24 Stunden gehen von Nachmittag bis Nachmittag. Zumindest an dem zweiten Tag sollte man frei haben, da der Sport und das Kochen Zeit in Anspruch nehmen. Und man auch Zeit brauchen wird, um sich auszuruhen.

24 Stunden Diät: Der Plan

Der Plan ist, dass man am ersten Nachmittag Einkaufen geht und dann Sport macht. Danach gibt es Abendessen, das man selbst kochen muss.

Danach sollte man schlafen, am besten mindestens 8 Stunden. Nach dem Sport und der kleinen Abendmahlzeit verbrennt der Körper im Schlaf Fett.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag kommt die zweite Sporteinheit. Für Untrainierte wird es spätestens jetzt richtig hart.

Nach dem Mittagessen kann man dann etwas ruhen. Man wird es brauchen.

Wenn man jetzt das Abendessen auch noch kohlenhydratarm und kalorienarm gestaltet, kann man noch eine Nacht von der verstärkten Fettverbrennung profitieren.

Ansonsten sind die 24 Stunden Diät am Nachmittag beendet. Spätestens am nächsten Tag sollte man wieder etwas mehr essen. Nicht sich den Bauch vollschlagen, sondern so in Richtung normale Mahlzeiten.

Während der ganzen Zeit sollte man viel trinken. Am besten (Mineral-)Wasser oder ungesüßten Tee. Wer viel schwitzt, kann etwas Salz und/oder Magnesiumpulver ins Wasser tun.

Das ist eigentlich schon alles. Aber das Ganze ist nicht so einfach, wie es sich beim Lesen anhört.

Die Anleitung für die 24 Stunden Diät ist allgemein gehalten. Damit die Durchführung einfacher wird, kommt jetzt ein konkretes Beispiel, wie man das realisieren könnte.

Es ist ein Beispiel, man kann es auch anders machen.

24 Stunden Diät: Ein Beispieltag

Man beginnt am besten am Nachmittag mit dem Einkaufen der Lebensmittel. Folgende Zutaten werden für den Beispieltag gebraucht:

Die Einkaufsliste

  • Balsamico-Essig, 1EL
  • 2 kleine rote Zwiebeln
  • 250g Seelachsfilet
  • 100 g Salatmix oder Blattsalat nach Wahl
  • 1 mittelgroßer Apfel
  • 1 Becher reine Buttermilch
  • 10g Rapsöl
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 130g Tomaten
  • 125g Putenbrust
  • eventuell Mineralwasser

Die Zutaten enthalten zusammen etwa 800 Kalorien, das ist die Menge, die für eine Frau für einen Tag 24 Stunden Diät vorgesehen ist. Männer sollten 1000 Kalorien essen, können also von allem ein klein wenig mehr nehmen.

Paprika, Tomaten und Zwiebeln. Zutaten für die 24 Stunden Diät.

Paprika, Tomaten und Zwiebeln: Gemüse für die 24 Stunden Diät.
Foto: NOVODIASTOCK/Shutterstock

Es sollte bereits hier offensichtlich sein, dass das für einen Diät-Tag ist. Dass man sich nicht auf Dauer so ernähren kann.

Der Plan: 24 Stunden Diät und Sport

Nach dem Einkaufen ist Sport dran. Wie viel Sport, hängt davon ab, wie fit man ist. Die Sportart kann man sich weitgehend aussuchen, aber mit intensivem Ausdauersport funktioniert es am besten.

Also zum Beispiel mit Laufen, Radfahren, Schwimmen, Seilspringen, Crosstrainer oder ähnlichem.

Achtung: Die Beschreibung der sportlichen Aktivität, die jetzt kommt, setzt voraus, dass man wirklich gesund ist. Wer sich nicht ganz sicher ist, trainiert besser in einem weniger intensiven Bereich.

Man beginnt damit, sich 10 bis 15 Minuten locker aufzuwärmen. Dann kommen die Intervalle.

Zwei Minuten macht man so intensiv, wie man kann. Maximale Belastung. Man rennt, schwimmt, radelt also so schnell, wie man irgendwie kann. Für 2 Minuten.

Danach macht man zwischen 1 und 5 Minuten locker, bis der Atem wieder halbwegs normal geht. Je fitter, je besser trainiert man ist, umso kürzer ist diese Pause.

Diese Abfolge wiederholt man so oft, wie man kann. Und dann noch einmal. Zum Abschluss macht man noch mal 10 Minuten ganz lockeres Cooldown, um den Kreislauf wieder runterzufahren.

Trinken nicht vergessen.

Mit dieser sehr anstrengenden Trainingseinheit verbraucht man eine Menge Kohlenhydrate, leert also seine Glykogenspeicher. Und das in recht kurzer Zeit.

Wem das zu intensiv ist, egal ob aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen, der kann auch langsamer machen, dafür aber länger trainieren. Man kommt dann allerdings schnell in Bereiche, wo mehrere Stunden Training notwendig sind. Je fitter man ist, umso länger dauert das.

Nach dem Training kommt das Abendessen

Das Abendessen ist die erste Mahlzeit der 24 Stunden Diät.

Man brät eine Zwiebel in 5g Rapsöl (1 Teelöffel) in einer beschichteten Pfanne an, gibt dann eine kleingeschnittene halbe Paprika, eine Tomate und die Putenbrust dazu, brät alles ein bisschen, bis das Fleisch gar ist. Das Gemüse darf ruhig noch ein bisschen knackig sein. Eventuell muss man etwas Wasser dazu geben. Würzen nach Geschmack.

Nach dem Essen darf man auf dem Sofa ruhen, aber nichts mehr essen. Nur Wasser trinken, ruhig viel Wasser.

Entspannungsübungen helfen, sind aber kein Muss

Wer möchte, kann ein paar Entspannungsübungen machen, danach fällt das Einschlafen leichter.

Mindestens 8 Stunden Schlaf

Früh ins Bett gehen wird den meisten eher leicht fallen, denn das Training war anstrengend. Mindestens 8 Stunden Schlaf sollten es sein, in der Zeit findet die Fettverbrennung statt.

Frühstück

Am Morgen gibt es ein kleines Frühstück aus einem Becher Buttermilch und einem Apfel. Man kann den Apfel in die Milch schneiden oder dazu essen, ganz wie man möchte.

Dazu kann man Kaffee oder Tee ohne Zucker, ohne Milch trinken.

Die zweite Sporteinheit

Für den Vormittag ist die zweite Sporteinheit vorgesehen.

Da nach dem Training vom Vortag die wenigsten schon vollständig regeneriert sein dürften, fällt diese Trainingseinheit etwas weniger intensiv aus.

Wieder wählt man eine Ausdauersportart. Es muss nicht dieselbe sein wie am Vortag, kann aber.

Es ist auch völlig in Ordnung, wenn man sich jetzt zum Beispiel für Walken entscheidet. Man wird schließlich schon vor Trainingsbeginn ziemlich ausgepowert sein.

Je nach Fitness versucht man, zwischen 1 Stunde und 2 Stunden zu trainieren. Das Tempo darf mehr oder weniger gleichmäßig sein. Wer komplett platt ist, kann immer noch Spazieren gehen.

In jedem Fall ist es normal, wenn einem das Training schwer und anstrengend vorkommt.

Wasser trinken nicht vergessen.

Danach kann man sich bis zum Mittagessen ein bisschen ausruhen.

Mittagessen

Für die Mittagsmahlzeit richtet man sich einen Salat mit einem Dressing aus Balsamico und Rapsöl und fein geschnittener Zwiebel. Gewürze nach eigener Wahl. Dazu dünstet man das Seelachsfilet.

Wer sich auch jetzt nach dem Essen noch erschöpft fühlt: So soll das sein. Es wirkt. Ausruhen ist erlaubt.

Am Nachmittag sind die 24 Stunden rum, und man hat wirklich etwas geleistet. Das macht sich auf der Waage bemerkbar.

Erfolg!

Natürlich ist nicht exakt vorhersehbar, wie viel Gewicht man verlieren wird.

Erfahrungswerte sind, dass sehr schwere Menschen mehr verlieren als die, die ohnehin schon ziemlich schlank sind. Es gilt aber auch, dass sportlich fitte Menschen mehr Gewicht verlieren werden als Unsportliche.

Für das Abendessen an diesem Tag kann man sich überlegen, ob man noch so eine sparsame Mahlzeit zu sich nimmt oder doch lieber eine normale Portion isst. Vermeiden sollte man nur, jetzt alles nachzuholen, was man eingespart und zusätzlich verbraucht hat.

Wie geht es nach der 24 Stunden Diät weiter?

Wer die Diät durchgehalten hat, ist jetzt leichter als vorher. Und ziemlich erschöpft.

Wahrscheinlich passt die gute Hose wieder, oder jedenfalls ist der Bauch weniger geworden.

Allerdings ist jetzt nicht der passende Moment, sich auf seinem Erfolg auszuruhen.

Denn die Rückfallgefahr ist hoch. Zum einen ist man erschöpft und ausgepowert. Menschen neigen dazu, diesen Zustand mit Hunger zu verwechseln.

Zum anderen sind die Glykogenspeicher leer. Das ist der Hauptgrund dafür, dass man sich so erschöpft fühlt. Das kann so nicht bleiben und das wird so nicht bleiben.

Zum einen wird der Körper alles daran setzen, die Glykogenspeicher wieder aufzufüllen. Hunger, Heißhunger, Appetit auf alles Kalorienreiche, der Körper wird alle Register ziehen.

Zum anderen ist es notwendig, die Glykogenspeicher wieder aufzufüllen. Der Körper braucht diese schnell verfügbaren Energiereserven, weil zum einen das Gehirn (und noch ein paar Strukturen mehr) auf Kohlenhydrate angewiesen sind.

Und weil zum anderen aus dieser Reserve der Blutzuckerspiegel konstant gehalten wird. Und die Energie für intensive Anstrengungen gezogen wird.

Daraus folgt, dass man sich am besten einen Plan macht, wie man seine Glykogenspeicher kontrolliert wieder auffüllt. Mit sattmachenden Kohlenhydraten, mit ballaststoffreichen Lebensmitteln, mit gesunder Ernährung.

Denn wenn man es einfach laufen lässt oder versucht, eisern auf das Wiederauffüllen zu verzichten, dann wird man früher oder später bei Süßigkeiten und hemmungslosen Fressorgien landen. Die Erfahrungswerte sind da leider sehr eindeutig.

Dieses Wiederauffüllen ist nicht Teil der 24 Stunden Diät, aber man sollte sich damit befassen, damit die doch große Anstrengung nicht umsonst war.

Nebenwirkungen und Einschränkungen

Im ersten Moment, direkt nach der Diät, wird man einen deutlichen Gewichtsverlust feststellen können.

Aber man muss realistisch sein. Der größte Teil davon geht auf das Konto der Glykogenspeicher, nur ein kleiner Teil auf die Fettreserven.

Man wird Fett verloren haben, auf jeden Fall, aber nicht im Bereich von ganzen Kilos.

Und die Glykogenspeicher müssen wieder aufgefüllt werden. Man wird also scheinbar wieder zunehmen.

Während des Diättages kann es vorkommen, dass man unterzuckert, oder dass der Kreislauf schlapp macht. Es kann einem schwindlig werden, im schlimmsten Fall kann man ohnmächtig werden.

Denn viel Sport und wenig Essen ist ganz allgemein keine gute Kombination. Die meisten Menschen stecken das weg, aber es kann auch schief gehen.

Mit dieser Möglichkeit sollte man sich möglichst vorher schon befassen.

Zu den wichtigsten Einschränkungen dieser Diät gehört aber die Tatsache, dass man sie wirklich nur einen Tag lang machen kann. Wer nach dem einen Tag glaubt, den nächsten Tag nochmal so weitermachen zu können, hat nicht intensiv genug (oder nicht lange genug) trainiert.

Und wenn die Glykogenspeicher erst mal wieder aufgefüllt sind, wird sich der Gewichtsverlust als moderat herausstellen. Das kann frustrierend sein.

Es kann aber auch passieren, dass der Heißhunger zuschlägt. Dann bleibt am Ende überhaupt kein Gewichtsverlust übrig.

Aber das Gewicht ist nur das eine. Es kann Spaß machen, sportlich mal an die Grenzen zu gehen. Das kann man auch dann, wenn man nicht so besonders gut trainiert ist. Vorausgesetzt, man ist gesund.

Und wenn man durchgehalten hat, dann gewinnt man vielleicht auch das Selbstvertrauen, es demnächst mit einer anderen Abnehmform zu versuchen, die man für längere Zeit machen kann. Denn man hat (zumindest sich selbst) gezeigt, dass man es kann.

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Beitragsbild: art4stock/Shutterstock