Bewegung im Alltag - Fenster putzen
28. August 2021
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3 Minuten

Viele Übergewichtige haben ihre Fettschicht so ganz allmählich aufgebaut, ohne es so richtig zu merken. Wenn man jedes Jahr ein Kilo zunimmt, sind das in zwanzig Jahren eben auch zwanzig Kilo.

Um pro Jahr ein Kilo zuzunehmen, reicht es, ungefähr zwanzig Kalorien pro Tag mehr zu essen, als man verbraucht. Das entspricht etwa 5 Gramm Nudeln, 2,5 Gramm Butter oder einem Viertel Apfel.

Es fällt einem also gar nicht auf, wenn man nicht extra darauf achtet.

Auf der anderen Seite kann man natürlich, egal wie schnell oder wie langsam man zugenommen hat, jedes Jahr ein Kilo abnehmen, indem man jeden Tag zwanzig Kalorien weniger isst, als man verbraucht.

Oder eben seinen Verbrauch um zwanzig Kalorien pro Tag erhöht. Auch wenn den meisten Abnehmwilligen ein Kilo Gewichtsabnahme pro Jahr zu langsam sein wird, kann man seine Abnahme in jedem Fall wirksam durch Erhöhung des Energieverbrauchs unterstützen.

Und es ist sehr einfach, auch deutlich mehr als zwanzig Kalorien am Tag mit Bewegung zu verbrauchen, für die man nur minimal Zeit benötigt.

Zu Fuß gehen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gewichtsabnahme

Die einfachste Möglichkeit ist sicher das zu Fuß Gehen. Das muss noch nicht einmal am Stück passieren, es reicht aus, hier und da immer wieder eine kleine Strecke zu Fuß zurückzulegen.

Pro Kilometer, den man auf diese Weise zurücklegt, verbraucht man etwa so viele Kalorien, wie man in Kilogramm wiegt.

Wer zum Beispiel 80 Kilogramm wiegt, verbraucht pro Kilometer ungefähr 80 Kalorien. Durch das Tragen von Einkaufstaschen oder anderen Dingen kann man den Verbrauch entsprechend erhöhen.

Auf Treppen oder in bergigem Gelände ist der Verbrauch höher, das merkt man auch selbst an der Anstrengung.

Auch bei der Hausarbeit verbraucht man Kalorien

Die normale Hausarbeit verbraucht natürlich auch Kalorien. Allerdings wird man nicht durch Arbeiten, die man schon immer gemacht hat, auf einmal schlank werden.

Zum Abnehmen ist es erforderlich, den Energieverbrauch zu erhöhen. So lassen sich viele Kalorien extra verbrauchen, wenn man den Gebrauch elektrischer oder motorgetriebener Geräte einschränkt.

Also öfter mal fegen statt staubsaugen. Oder Kuchenteig mit dem Rührlöffel rühren. Das senkt den Verbrauch an der Energie, die man bezahlen muss, während man gleichzeitig solche Energie verbraucht, von der man genug auf den Hüften gespeichert hat.

Denn unsere weit verbreitete Bewegungsarmut kommt ja zu einem großen Teil von unserer reichlichen Versorgung mit arbeitserleichternden Geräten. Es hilft viel, sie nicht mehr so oft zu benutzen. Bei der Hausarbeit gibt es besonders viele Gelegenheiten dazu.

Aktivität und der Gedanke ans Essen

Genauso wichtig wie die Steigerung des Kalorienverbrauchs ist es, die Gelegenheiten zum Essen zu reduzieren. Je seltener man ans Essen denkt, umso seltener wird man auch (zwischendurch) essen.

Eine aktive Freizeitgestaltung kann sehr gut dazu führen, dass das Essen und alles, was damit zusammenhängt, nicht mehr so wichtig sind.

Mehr Bewegen - Rad fahren im Alltag

Mehr bewegen – Rad fahren im Alltag
Foto: Alex Yuzhakov/Shutterstock

Aktive Freizeitgestaltung muss nicht immer gleich Sport bedeuten, es hilft gut beim Abnehmen, wenn man mal ins Kino oder Theater geht, statt vorm Fernseher zu sitzen, oder sich einfach mal die Sehenswürdigkeiten der Heimatstadt anguckt.

Freunde mal nicht zum Kaffeekränzchen oder Kneipenabend treffen, sondern zum gemeinsamen Spaziergang oder sonstiger gemeinsamer Aktivität, macht genauso viel Spaß und wirkt sich erheblich günstiger auf die Kalorienbilanz aus.

Alle sonstigen Aktivitäten, die vom Essen und vom Gedanken ans Essen ablenken, sind hilfreich fürs Abnehmen. Je seltener man ans Essen und ans Abnehmen denkt, umso besser klappt es.

Im Alltag eines jeden Einzelnen lassen sich so mit Sicherheit noch jede Menge Möglichkeiten finden, wie man zu mehr Bewegung kommen kann. Allerdings gilt, dass es nicht besonders viel hilft, ausnahmsweise mal zu Fuß zu gehen.

Die Gewohnheit, bestimmte Wege immer ohne großes Nachdenken zu Fuß zu gehen, macht den Unterschied. Oder eben die Gewohnheit, bestimmte Dinge immer wieder zu tun. Neue Gewohnheiten kann man lernen.

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Beitragsbild: Ben Schonewille/Shutterstock