Frieren beim Abnehmen - ein Zeichen, dass man was falsch macht
26. August 2021
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3 Minuten

Wer abnehmen möchte, hat oft das Problem, dass er friert. Es macht sich eine Kälte breit, der auch mit warmen Getränken, dicken Pullovern und Wollsocken nur sehr bedingt beizukommen ist. Das kann selbst im Hochsommer passieren. Was kann man tun gegen das Frieren beim Abnehmen?

Um Probleme zu lösen, hilft es oft, sich zu fragen, worin die Ursache besteht. So ist es auch beim Frieren beim Abnehmen. Wenn man erkannt hat, warum man friert, kann man das Problem viel einfacher lösen.

Ursachen des Frierens

Frieren ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf zu geringe Temperatur an der Körperoberfläche. Das kann an zu niedrigen Außentemperaturen liegen, weshalb warme Kleidung hilft. Die Temperatur der Körperoberfläche hängt aber auch von der Durchblutung der oberflächlichen Blutgefäße ab. Durch Genuss- und andere Mittel oder Substanzen, die zu einer Verengung der oberflächlichen Blutgefäße führen, wie zum Beispiel Nikotin, aber auch durch körpereigene Stoffe wie Adrenalin kann die Temperatur der Körperoberfläche absinken. Adrenalin wird zum Beispiel bei Stress ausgeschüttet, und Abnehmen kann unter Umständen sehr stressig sein. Zum Beispiel, wenn es einem nicht schnell genug geht.

Die Temperatur der Körperoberfläche wird natürlich mit bestimmt von der Stoffwechselabwärme, die bei allen Stoffwechselprozessen im Körper entsteht. Diese sind abhängig von der allgemeinen Fitness, aber auch von der Ernährung. Abnehmen geht oft damit einher, dass zu wenig gegessen wird, sodass auch nur sehr wenig Abwärme entsteht. Unter diesen Umständen macht sich dann eine oft gleichzeitig vorhandene, schlechte körperliche Fitness bemerkbar, die zu verminderter Kreislauf- und Stoffwechselaktivität führt. Wenig Bewegung, wenig Sport, schlechte Fitness führen, vor allem in Kombination mit nicht ausreichender Ernährung, zu einer herabgesetzten Stoffwechselrate, die sich nicht nur in Frieren, sondern auch in vermindertem Energieverbrauch auswirkt. Frieren kann also tatsächlich ein Anzeichen dafür sein, dass man versucht, schneller abzunehmen, als möglich ist.

Die verringerte Dicke der Fettschicht hat dagegen nur wenig Einfluss auf das Frieren. Die Fettschicht isoliert zwar tatsächlich, sodass ein Erfrieren, also eine zu geringe Körperkerntemperatur, unwahrscheinlicher wird, aber die Fettschicht hat keinen Einfluss auf die Temperatur der Körperoberfläche.

Was hilft gegen das Frieren beim Abnehmen

Frieren ist natürlich unangenehm. Da das Frieren beim Abnehmen dazu auch noch ein Anzeichen für verlangsamtes Abnehmen ist, sollte man wirklich etwas dagegen tun.

Als Sofortmaßnahmen helfen warme Kleidung, vor allem warme Socken und Halstücher oder Schals, warme Getränke, warme Bäder und Bewegung. Auch scharfe Gewürze am Essen können helfen.

Da diese Sofortmaßnahmen nicht gegen die Hauptursache des Frierens beim Abnehmen helfen, nicht gegen die herabgesetzte Stoffwechselrate helfen, sollte man diese auf längere Sicht besser beachten. Das bedeutet, nicht nur die Symptome, also das Frieren selbst, bekämpfen, sondern vor allem die Ursachen der Symptome.

Zuwenig essen verlangsamt den Stoffwechsel

Die Ursachen des Frierens zu bekämpfen bedeutet für die meisten Abnehmwilligen, mehr zu essen und sich mehr zu bewegen, die körperliche Fitness zu verbessern. Mehr essen ist für viele gar nicht so einfach, denn die Angst, man könnte zu viel essen und dann wieder zunehmen, ist weit verbreitet. Wenn man zu wenig isst, nimmt man aber auch nicht ab, eben weil der Stoffwechsel dann auf Sparflamme schaltet.

Wer Probleme hat, die richtige Essensmenge zu erkennen, sollte sich von Fachleuten helfen lassen, zum Beispiel von Diätassistenten, Ernährungsberatern oder von der Abnehmschule. Es ist wirklich wichtig, nicht zu wenig zu essen, frieren ist nur ein harmloses Anzeichen dafür. Schlimmer ist, dass man nicht oder nur sehr langsam abnimmt, wenn man zu wenig isst und dass gleichzeitig ein Jo-Jo-Effekt und schlimme Heißhungeranfälle drohen, die dann alle Mühen wieder zunichtemachen.

Ebenso wichtig ist es, sich regelmäßig zu bewegen, Sport zu machen. Das wirkt zum einen sofort gegen das Frieren, weil der Körper eben durch die Bewegung mehr Wärme produziert, aber es wirkt auch langfristig, weil der Stoffwechsel sich verbessert, der Kreislauf sich stabilisiert und der Energieverbrauch und damit auch die Wärmeproduktion durch mehr Muskelmasse vergrößert werden.

Stress vermeiden hilft

Da Stress das Frieren verstärken und auch den Fettabbau behindern kann, da Stress zudem nicht wirklich gesund ist, ist es eine gute Idee, etwas dagegen zu tun. Häufig hilft es schon, sich weniger ehrgeizige Ziele zu setzen, nicht von sich zu verlangen, dass um jeden Preis am Ende der Woche eine bestimmte Anzeige der Waage zu stehen hat. Mit etwas mehr Gelassenheit, die natürliche Gewichtsschwankungen akzeptiert, ist es möglich, den Stress beim Abnehmen gering zu halten und damit dann tatsächlich besser abzunehmen, auch ganz ohne Frieren und andere unangenehme Begleiterscheinungen.

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