Abnehmen mit Bewegung, denn Bewegung macht glücklich

Wer sich bewegt, um abzunehmen, oder auch einfach so, der verbraucht nicht nur Kalorien. Die Bewegung wirkt gegen Frust und Stress, und damit auch gegen Frust- und Stressessen. Bewegung macht glücklich!
Bewegung macht glücklich (und schlank und fit)
16. Januar 2023
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11 Minuten
Astrid Kurbjuweit
Fast jeder hat schon mal von Runner’s High gehört, einem rauschähnlichen Zustand, in den gut trainierte Langstreckenläufer geraten können. Sie berichten von geradezu überwältigenden Glücksgefühlen und völlig mühelosem Laufen.

Dieser extreme Zustand ist nicht einfach zu erreichen. Aber Glücksgefühle können auch Untrainierte erreichen, wenn sie Ausdauerleistungen innerhalb ihres eigenen Fitnessbereichs erbringen.

Gute Beispiele sind ausdauerndes Tanzen oder Wandern. Wer das mal erlebt hat, will immer wieder Tanzen, Wandern, oder was er gerade gemacht hat.

Dadurch wird Abnehmen mit Bewegung ganz einfach. Denn es geht auf einmal nicht mehr ums Abnehmen, sondern um die Bewegung selber.

Hier gehts darum, wie man dahin kommt, Bewegung als etwas Angenehmes, sogar sehr Schönes zu erleben und damit dann quasi mühelos abzunehmen.

Abnehmen mit Bewegung, warum das so gut funktioniert

Wer abnehmen will, ist meistens übergewichtig. Viele dieser Menschen sind unsportlich. In dem Moment, in dem sie beschließen abzunehmen, ist die letzte sportliche Aktivität oft Jahre, manchmal Jahrzehnte her.

Sportarten wie Joggen oder Training im Fitnessstudio erscheinen vielen unvorstellbar.

Die gute Nachricht ist, dass das auch gar nicht sein muss. Man kann das Abnehmen sehr gut unterstützen und sich jede Menge Fitness aufbauen, wenn man sich einfach mal bewegt.

Das muss nicht schweißtreibend sein, es kann gemütlich, innerhalb des eigenen Wohlfühlbereiches sein.

Man muss sich auch nicht groß Gedanken machen, wie man anfangen kann. Einfach mal Schuhe anziehen und vor die Tür gehen.

Dabei ist jeder Schritt, den man geht, ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist es gerade am Anfang nicht sinnvoll, sich mit Zielvorgaben wie zum Beispiel 10.000 Schritten unter Druck zu setzen.

Sinnvoll ist, so weit, so viel zu gehen, wie es angenehm ist. Selbst wenn es nur eine Runde um den Block ist, kommt man mit gut durchlüftetem Kopf und Körper zurück, fühlt sich besser als vorher.

Abnehmen mit Bewegung - ein Spaziergang

Abnehmen mit Bewegung – ein Spaziergang tut gut
Foto: saltodemata/Shutterstock

Wer nicht rausgehen möchte, kann es mit Tanzen probieren. Einfach die Lieblingsmusik anmachen und sich im Rhythmus bewegen. Das geht im eigenen Wohnzimmer, niemand muss das sehen.

Hula-Hoop ist auch eine Möglichkeit. Aber es gibt viele Möglichkeiten, gerade am Anfang sollte man nicht zu viel überlegen. Machen, egal was. Das hilft weiter.

Sich einfach mal zu bewegen, verbessert das Wohlbefinden. Es ist gut, sich wohl zu fühlen.

Mögliche Schwierigkeiten, die auftreten können

Realität ist allerdings, dass es gerade am Anfang vorkommen kann, dass es vielleicht nicht ganz so angenehm ist. Es lohnt sich wirklich, sich die Ursachen für Probleme und Schwierigkeiten anzusehen.

Nicht weggucken. Hingucken. Die Füße tun weh? Dagegen kann man was machen.

Etwas anderes tut weh? Auch dagegen kann man etwas machen. Es gibt immer eine Lösung, wenn man sich drum kümmert.

Tanzen - Bewegung, die glücklich macht

Tanzen – Bewegung, die glücklich macht
Foto: Dmitry Lobanov/Shutterstock

Es ist unangenehm, angestarrt zu werden? Ja, das ist unangenehm. Aber vielleicht gibt es andere Uhrzeiten, oder andere Wege. Man kann dem fast immer aus dem Weg gehen, bis das Übergewicht weniger geworden, die Fitness und das Selbstbewusstsein gewachsen sind.

Solange es unangenehm ist, ist es besser, dem aus dem Weg zu gehen. Oder sich zu wehren. Denn aushalten ist Stress. Und Stress macht dick. Das muss man sich nicht antun.

Warum Abnehmen mit Bewegung so erfolgreich ist

Wer es schafft, in Bewegung zu kommen, verbessert seine Fitness. Wer fit ist, verbrennt mehr Kalorien, auch in Ruhe. Wer fit ist, findet meistens Spaß an weiteren Sportarten. Das macht dann noch fitter.

Fit sein macht schlank. Denn wer fit ist, bewegt sich mehr. Nicht nur beim Sport, sondern immer, im Alltag. Solange jede Bewegung mühsam ist, vermeidet man sie. Sobald die Bewegung leicht wird, bewegt man sich immer mehr. Auch dann, wenn es einem gar nicht auffällt.

Noch wichtiger als die Entwicklung der Fitness ist vielleicht ein unmittelbarer Effekt der Bewegung. Man fühlt sich besser. Wer sich nicht überfordert, fühlt sich sofort besser. Je besser man sich fühlt, umso weniger Frust- oder Stressessen oder Essen aus emotionalen Gründen findet statt.

Vorteile von Bewegung

Bewegung ist ein ganz wichtiger Faktor, wenn man glücklich, zufrieden und aktiv sein möchte.

Durch die Bewegung werden Glückshormone ausgeschüttet, Probleme relativieren sich und Trägheit kann überwunden werden.

Die Gedanken werden klarer, man schläft besser und depressive Anwandlungen lassen sich leichter überwinden.

Dazu ist Bewegung natürlich noch ein ganz wichtiger Aspekt, wenn man abnehmen und schlank bleiben möchte. Regelmäßige Bewegung schafft die Ausgeglichenheit, die Frustessen und Essen aus Langeweile überflüssig werden lässt.

Nicht vergessen sollte man die langfristigen Vorteile für die Gesundheit.

Es muss nicht unbedingt Sport sein

Das Wichtigste an der Bewegung ist der erste Schritt. Viele machen sich diesen ersten Schritt durch überzogene Erwartungen unnötig schwer.

Einfach mal die Schuhe anziehen und das Haus verlassen, das ist für den Anfang doch schon ganz gut. Die Erwartung, dass man jetzt unbedingt gleich joggen oder anderen Sport treiben müsste, verhindert oft diesen ersten Schritt.

Man kann es sich also einfacher machen, indem man seine Planung mal auf diesen ersten Schritt beschränkt. Wenn man dann draußen vor der Tür steht, kann man ja weiter sehen.

Wie viel Bewegung muss sein?

Viele lassen sich von der Bewegung abhalten, weil sie denken, so wenig, wie sie schaffen, das lohnt doch überhaupt nicht.

Richtig ist, dass jeder Schritt zählt. Es lohnt sich, auch mal einen kleinen Weg einfach zu Fuß zu gehen, einfach mal etwas von Hand zu machen, etwas selbst zu machen.

Mehr Bewegung ist besser als weniger Bewegung, aber wenig Bewegung ist besser als überhaupt keine Bewegung. Wenn man mal in Bewegung gekommen ist, dann fällt es mit der Zeit immer leichter, sich mehr zu bewegen.

Klein anfangen ist also besser, als sich zu überfordern oder gar nicht erst anzufangen.

Regelmäßige Bewegung

Sich regelmäßig zu bewegen, fällt leichter, als es nur ab und zu zumachen. Wenn Gewohnheit und Routine die Überlegung, ob man heute wirklich rausgehen sollte, abgelöst haben, dann hat man das Schwerste schon hinter sich.

Regelmäßigkeit ist auch beim Abnehmen viel wichtiger als Höchstleistungen. Regelmäßige Bewegung regelt auch den Appetit, es wird leichter, weniger und gesünder zu essen.

Welche Bewegung ist die richtige?

Jede Bewegung ist die richtige. Wenn man nicht weiß, wie man anfangen soll, dann kann man einfach mal losgehen, zu Fuß gehen.

Jeder Schritt zählt. Je mehr es werden, um so besser. Allerdings sollte man sich gerade am Anfang nicht überfordern, hier ist Regelmäßigkeit wichtiger als ein großes Pensum.

Wenn man lieber schwimmen gehen oder die Fenster putzen möchte, dann ist das genauso in Ordnung. Alles ist Bewegung.

Wie kommt es, dass Bewegung so gut tut?

Wer sich moderat bewegt, sich dabei nicht überfordert, wird bald feststellen, dass das gut tut. Aber warum ist das eigentlich so?

Die Antwort liegt wahrscheinlich irgendwo in der Vergangenheit. In der Frühzeit der Menschheit war es lebensnotwendig, den ganzen Tag aktiv zu sein. Wer sich nicht bewegte, verhungerte. Wenn er nicht vorher von Raubtieren gefressen wurde.

Wir sind also eigentlich dafür gemacht, den ganzen Tag aktiv zu sein. Unser Körper funktioniert nur dann richtig, wenn wir uns bewegen.

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Und damit wir auch mal größere Mühen auf uns nehmen, uns vielleicht tatsächlich mal so wie unsere Vorfahren den ganzen Tag lang bewegen, hat die Natur es so eingerichtet, dass das angenehm, und damit anstrebenswert ist.

Wer, entsprechende Fitness vorausgesetzt, schon mal eine ganztägige Wanderung unternommen hat, weiß, wie erfüllend das sein kann.

Heute ist es nicht mehr lebensnotwendig, so weit und so lange zu gehen, aber angenehm ist es immer noch.

Aber auch, wenn man nicht ganz so lange unterwegs ist, reagiert der Körper auf die Bewegung, indem er Glückshormone ausschüttet.

Das sind dieselben, die auch das Runner’s High gut trainierter Langstreckenläufer auslösen.

Aber auch Langstreckenläufer erleben das nicht bei jedem Lauf. Was kann man tun, um sich bei der Bewegung gut zu fühlen?

Wie man es schafft, sich mit der Bewegung gut zu fühlen

Viele Menschen erleben bei Sport und Bewegung überhaupt keine guten Gefühle, sie erleben es im Gegenteil als Quälerei. Das muss nicht sein. Was man tun kann:

Sich nicht zu überfordern ist ganz wichtig. Lieber langsam machen. Wer so trainiert, wie es der derzeitigen Fitness angemessen ist, wird sich am schnellsten verbessern. Es gibt also keinen Grund für übertriebenen Ehrgeiz, der den Prozess nur verlangsamt.

Schmerzen sind recht häufig, wenn man mit Sport oder Bewegung anfängt. Falsche Schuhe sind ein häufiger Grund, aber es gibt eine ganze Liste von zwar unangenehmen, aber nicht gefährlichen Schmerzen.

Härte gegen sich selbst ist der falsche Weg. Hingucken, was und warum wehtut, ist zielführend. Denn dann kann man etwas dagegen tun. Das ist gut fürs Wohlbefinden, das ist Selbstfürsorge.

Wenn man im Zweifel ist, ob die Schmerzen wirklich harmlos sind, hilft ein Arztbesuch weiter.

Wenn man also die echten Hindernisse aus dem Weg geräumt hat, dann kann es helfen, bei der Bewegung Musik zu hören. Oder sich zu unterhalten, zu singen oder auch Gedichte zu rezitieren, wenn einem danach ist. Jedenfalls etwas zu tun, was neben dem Körper auch den Geist beschäftigt. Das kombiniert sich sehr gut.

Es kombiniert sich auch sehr gut, wenn man sich eine Aufgabe stellt. Wenn man zum Beispiel eine Entscheidung treffen muss. Soll die neue Hose, die gekauft werden muss, blau oder grün sein?

Oder auch, soll ich mich scheiden lassen oder doch nicht? Egal, was das Problem ist, es kann während der Bewegung sozusagen nebenbei gelöst werden. Am Ende weiß man einfach, wie es werden soll.

Beim Losgehen stellt man sich die Aufgabe. Unterwegs guckt man sich die Landschaft an, oder was es sonst zu sehen gibt. Und wenn man wieder zurück ist, hat man die Entscheidung getroffen, die Lösung gefunden.

Es kann auch gut tun, sich ganz auf die Bewegung zu konzentrieren, sich vollständig drauf einzulassen. Dazu betrachtet man seine Schritte und sagt sich im Geiste immer vor: rechts, links, rechts, links, undsoweiter. Immer für den Fuß, der gerade dran ist.

Das hat eine meditative Wirkung. Es wirkt umso besser, je länger und weiter man unterwegs ist, je weniger Ablenkung man hat. Man fühlt sich gut, dabei und hinterher.

Bewegung verbraucht Energie und gibt Energie

Bewegung verbraucht Kalorien, also Energie. Aber Bewegung gibt auch Energie.

Wenn man müde auf dem Sofa liegt und sich zu nichts aufraffen kann, dann wirkt Bewegung Wunder. Ein Spaziergang von einer halben Stunde, und man ist wieder fit und leistungsfähig.

Wenn man diesen Zusammenhang mal erkannt hat, dann fällt es viel leichter, auch tatsächlich loszugehen.

Das Wichtigste an der Bewegung ist, es einfach zu tun. Heute ist der beste Tag, um anzufangen.

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Beitragsbild: Halfpoint/Shutterstock