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Schwimmen zum Abnehmen – Dein Weg zur Wunschfigur oder doch nicht so optimal?

Schwimmen ist ideal zum Abnehmen. Einerseits. Andererseits hat es aber auch ein paar Nachteile. Hier werden die Vor- und die Nachteile einander gegenübergestellt, so dass jeder selbst entscheiden kann, ob Schwimmen die richtige Sportart zum Abnehmen für ihn ist.
Eine Frau geht Schwimmen zum Abnehmen und hat Spaß dabei.
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11 Minuten
Astrid Kurbjuweit
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Schwimmen ist einerseits die optimale Sportart zum Abnehmen.

Wer übergewichtig ist, bekommt beim Sport leicht Probleme mit den Gelenken, mit dem Bewegungsapparat. Beim Schwimmen entfallen diese Probleme, das Wasser trägt das Körpergewicht. Schwimmen ist eine gelenkschonende Sportart.

Schwimmen verbraucht eine Menge Kalorien, es sollte also beim Abnehmen helfen.

Allerdings kann es gerade für Übergewichtige unangenehm sein, sich in Badekleidung in der Öffentlichkeit zu zeigen. Und der Aufenthalt im kalten Wasser verbraucht einerseits viele Kalorien, regt andererseits aber auch den Appetit an.

Hier werden die Fakten gegenübergestellt, so dass man entscheiden kann, ob man schwimmen will zum Abnehmen, oder doch lieber etwas ganz anderes machen möchte.

Die Vorteile der Sportart Schwimmen zum Abnehmen

Wer abnehmen möchte, ist meistens übergewichtig. Da ist eine Sportart, bei der es egal ist, wie viel man wiegt, zumindest in der engeren Wahl.

Beim Schwimmen trägt das Wasser das Körpergewicht, es ist völlig unerheblich, ob man viel oder wenig wiegt. Auch mit starkem Übergewicht kann man so schnell und so ausdauernd schwimmen wie jemand, der schon schlank ist. Natürlich muss man das trainieren, aber das müssen die Schlanken auch.

Dieses Training ist nicht nur gut für die Fitness, es kann auch gut fürs Selbstbewusstsein sein, wenn man auf einmal merkt, dass man genauso fit und leistungsfähig ist, wie andere auch.

Während das Übergewicht in anderen Sportarten oft zu Gelenkproblemen, Schmerzen am Bewegungsapparat und anderen Einschränkungen führt, ist man beim Schwimmen völlig frei. Schmerzfrei, ohne Einschränkungen Sport machen zu können, kann sehr befreiend sein.

Das macht es dann einfach, regelmäßig schwimmen zu gehen und dadurch immer fitter, gesünder und schlanker zu werden.

Dieser Spaß an der Bewegung, am Sport ist wichtig, wenn man auf Dauer dabei bleiben möchte. Denn das muss man, wenn man dauerhafte Abnehmerfolge erzielen möchte.

Dagegen ist der Kalorienverbrauch ziemlich nebensächlich.

Kalorienverbrauch beim Schwimmen

Es gibt eine Menge Tabellen und Rechner, in denen man lesen kann, wie viele Kalorien man mit einer halben oder ganzen Stunde Schwimmen verbraucht. In der Realität ist es nicht ganz so einfach.

Schwimmen ist ein Ganzkörpertraining, deshalb ist der Kalorienverbrauch relativ hoch. Allerdings hängt er von der individuellen Fitness ab.

Abnehmen mit Schwimmen: Eine Frau in Badekleidung schwimmt im Schwimmbad

Wer schwimmt, um abzunehmen, wird auch fitter, stärker und gesünder
Foto: Shine Nucha/Shutterstock

Beim Schwimmen verbraucht man umso mehr Kalorien, je schneller man schwimmt. Daneben hängt der Kalorienverbrauch aber auch von der Wassertemperatur ab. Je kälter das Wasser, umso höher ist der Kalorienverbrauch.

Kaltes Wasser hilft tatsächlich beim Abnehmen, vor allem, wenn es, wie beim Schwimmen, äußerlich angewendet wird.

Bevor man also glaubt, dass man 344, 768 oder sogar 900 kcal in der Stunde verbraucht, sollte man sich klar machen, dass das niemand so genau wissen kann. Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch schwimmt anders, und vor allem, darum geht es überhaupt nicht.

Es geht darum, regelmäßig schwimmen zu gehen, dadurch immer fitter zu werden und natürlich nach und nach immer schneller und auch länger zu schwimmen.

Denn es ist schön, an einem Tag Kalorien verbraucht zu haben. Richtig viele, die am Ende schlank machen, werden es aber nur, wenn man das immer wieder tut.

Man sucht sich seine Sportart also besser nicht danach aus, wie viele Kalorien sie verbraucht, sondern danach, ob sie einem genügend Spaß macht, dass man immer wieder hingeht.

Das subjektive Gefühl, sich angestrengt zu haben, sagt dabei wenig über den Kalorienverbrauch aus. Wenn ein fitter Sportler und ein Anfänger gleich schnell schwimmen, verbrauchen sie auch ungefähr gleich viele Kalorien. Was für den Anfänger eine große Anstrengung ist, macht ein trainierter Sportler mal eben nebenbei.

Wer regelmäßig schwimmt, kann zu diesem trainierten Sportler werden und dann auch so richtig viele Kalorien verbrennen.

Mehr Fitness, bessere Ausdauer, mehr Muskelkraft durch Schwimmen

Schwimmen trainiert das Herz-Kreislauf-System und verbessert dadurch die Ausdauer. Man kann also nach und nach immer länger und auch immer schneller schwimmen. Diese Fitness hängt mit besserer Gesundheit zusammen. Schwimmen macht also nicht nur schlank und fit, sondern ist auch gesund.

Wer eine gute Ausdauer hat, bewegt sich meistens auch im Alltag mehr. Einfach, weil es jetzt mühelos ist. Das verbraucht zusätzliche Kalorien, meistens, ohne dass man etwas davon merken würde.

Schwimmen verbessert aber auch die Muskelkraft. Wer regelmäßig schwimmt, wird stark, bekommt mehr Muskeln. Viele, gut trainierte Muskeln zu haben, verbraucht eine Menge Energie, auch dann, wenn man gerade nicht schwimmt.

Abgesehen davon, dass die Muskeln gut aussehen. Auch dann, wenn sie noch unter einer Fettschicht verborgen sind.

Mehr Muskulatur, besser trainierte Muskulatur führt also zu einem höheren Grundumsatz. Das hilft viel mehr beim Abnehmen als die Kalorien, die während eines einzelnen Trainings verbraucht werden.

Kälte und Fettverbrennung

Das Wasser im Schwimmbad ist meistens geheizt. Trotzdem ist es relativ kalt, denn der Körper gibt seine Körperwärme viel besser an das Wasser ab als an die Luft.

Um im Wasser nicht zu frieren, muss man deshalb in Bewegung bleiben. Dadurch wird die nötige Wärme erzeugt, die dann die Körpertemperatur konstant hält, obwohl der Körper jede Menge Wärme an das Wasser abgibt. Im Endergebnis wird Energie verbraucht, wird Fett verbrannt.

Das funktioniert umso besser, je kälter das Wasser ist, je intensiver der Kältereiz ist. Wer also bevorzugt am Warmbadetag Schwimmen geht, verbraucht weniger Kalorien. Wenn umgekehrt das Schwimmbad die Wassertemperatur absenkt, um Energie zu sparen, kann man sich freuen: diese Energie verbraucht man dann selbst.

Während der erhöhte Energieverbrauch durch die Kälte Fakt ist, ist es allerdings auch Fakt, dass Menschen unterschiedlich darauf reagieren.

Die einen nehmen einfach nur schnell ab. Die anderen entwickeln einen Appetit, der zur Folge hat, dass zumindest einiges an Unterhautfett erhalten bleibt. Denn das Unterhautfett isoliert gegen die Kälte, erscheint dem Körper also anstrebenswert.

Regelmäßiges Schwimmen reduziert aber in jedem Fall das viszerale Bauchfett. Denn das trägt nicht zur Kälteisolation bei. Die Figur verändert sich also in jedem Fall, hin zu einer gesünderen, auch attraktiveren Körperform.

Bei normaler Schwimmbad-Temperatur braucht der Körper allerdings keine besonders große Isolierschicht. Wer also stark übergewichtig ist, wird mit Schwimmen in jedem Fall abnehmen. Jedenfalls dann, wenn er die verbrauchten Kalorien nicht zusätzlich isst.

Das schlimmste, was einem passieren kann, ist also, dass man durch das regelmäßige Schwimmen nur fitter und gesünder wird, dass man seiner Wunschfigur näher kommt. Höchstwahrscheinlich wird man aber auch abnehmen.

Nachteile der Sportart Schwimmen

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Auch Schwimmen hat nicht nur Vorteile.

Schwimmen kann eintönig sein

Schwimmen ist gesund, und jeder kann es machen, egal, welches Gewicht man gerade hat. Aber Schwimmen kann langweilig sein.

Damit es zum Abnehmen etwas bringt, muss man Bahnen schwimmen. Viele Bahnen. Die Eintönigkeit kann etwas Meditatives haben, sie kann aber auch schlicht langweilen.

Es kann helfen, Abwechslung in die Sache zu bringen. Zwischendurch mal eine Bahn richtig schnell schwimmen. Andere Schwimmstile ausprobieren, es muss nicht immer Brustschwimmen sein.

Wenn man das nicht kann, kann den Bademeister fragen, vielleicht kann er helfen. Mit Sicherheit weiß er jemanden, der helfen kann. Denn es macht Spaß, etwas Neues zu lernen. Zum Beispiel Kraulen oder Schmetterling, oder eine andere Schwimmart.

Wer auch mal was ganz anderes machen will, kann Aquafitness oder Wassergymnastik machen. Vor allem für Menschen, die beim Sport lieber Gesellschaft haben, kann das eine gute Alternative sein.

Wer regelmäßig schwimmen geht, findet vielleicht auch jemanden, der dasselbe tut. Wenn man die Möglichkeit hat, kann man verschiedene Uhrzeiten ausprobieren, um andere Leute zu treffen.

Schwimmen und die lieben Mitmenschen

Im Wasser ist es egal, wie viel man wiegt. Weniger egal ist das, wenn es darum geht, sich einen geeigneten Schwimmanzug zuzulegen.

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Und auch der Weg von der Umkleidekabine bis ins Wasser kann lang und unangenehm werden, je nachdem, wer gerade noch im Schwimmbad ist.

Schwimmen trainiert alles, aber nicht den Bewegungsapparat

Schwimmen ist gelenkschonend. Das bedeutet aber auch, dass Schwimmen die Gelenke, oder auch allgemein den Bewegungsapparat, nicht trainiert.

Wenn man dann irgendwann eine andere Sportart ausprobiert, wird man feststellen, dass man durch das Schwimmen zwar fit, stark und ausdauernd geworden ist, aber von seinem Bewegungsapparat ausgebremst wird.

Das kann man vermeiden, wenn man parallel zum Schwimmen noch etwas anderes macht, zum Beispiel Spazieren gehen.

Schwimmen ist optimal, aber nicht für jeden

Nicht vergessen sollte man, dass Menschen verschieden sind. Manche haben Spaß am Schwimmen. Andere überhaupt nicht. Dieser Spaß ist aber wichtig, denn Sport bringt nur dann etwas, wenn man ihn regelmäßig macht.

Wenn es einem also überhaupt nicht liegt, dann sollte man etwas anderes machen, egal, welche gesundheitlichen Vorteile das Schwimmen hat.

Wenn man einen Badeanzug hat, kann man es aber in jedem Fall mal ausprobieren. Wie geht man vor?

Schwimmtraining zum Abnehmen

Um mit egal welcher Sportart abzunehmen, muss man daran arbeiten, in dieser Sportart fit zu werden. Einfach vor sich hin sporteln ist nicht effektiv. Mit einem Trainingsplan, der am Anfang ganz einfach sein kann, sieht man Fortschritte, die motivieren und helfen, dabei zu bleiben.

Voraussetzung ist, dass man überhaupt Schwimmen kann. Für Menschen, die das nicht können, gibt es Schwimmkurse, auch für Erwachsene. Das ist dann natürlich auch eine Form von Schwimmtraining. Nicht schwimmen zu können, ist also eine Ausrede. Das kann man ändern.

Wer Schwimmen kann, es aber lange Zeit nicht gemacht hat, schwimmt für den Anfang mal eine Bahn. Nicht schnell, einfach nur schwimmen. Wenn das gut ging, dann noch eine. Und noch eine. Bis man merkt, dass es jetzt aber anstrengend wird. Das ist dann für das erste Mal auch schon genug.

Denn besser, als sich zu überanstrengen ist, regelmäßig zu trainieren. Deshalb sollte man seine Bahnen zählen, und beim nächsten Mal eine oder zwei Bahnen mehr schwimmen.

Für den Anfang ist es gut, sich vorzunehmen, dreimal in der Woche Schwimmen zu gehen. Denn der Körper muss sich zwischendrin erholen.

Wer sich dreimal in der Woche wirklich anstrengt, wird sich bald verbessern. Die Fitness wird besser werden, Kraft und Ausdauer werden größer werden, man wird mehr Kalorien verbrennen.

Wenn man seine Bahnen gezählt hat, wird man wissen, dass man jetzt viel mehr schafft als am Anfang. Ein Erfolg!

Wenn man ein bisschen ein Gefühl dafür bekommen hat, was man leisten kann, kann man anfangen, etwas schneller zu schwimmen. Genauso viele Bahnen wie beim letzten Mal, nur in etwas kürzerer Zeit.

Noch etwas später kann man dann versuchen, mehr Bahnen zu schwimmen, und dabei aber das höhere Tempo beizubehalten.

Nach ein paar Wochen kann man dann mal versuchen, so richtig schnell zu schwimmen. Wer nicht mehr ganz jung, oder nicht ganz gesund ist, sollte davor einen Arzt befragen.

Richtig schnell geht natürlich nur für kurze Zeit. Danach schwimmt man dann langsamer weiter. Nach einer Weile kann man nochmal versuchen, ein Stück, oder eine ganze Bahn, richtig schnell zu schwimmen.

Wenn man sich anstrengt, aber nicht überanstrengt, sich schon gar nicht quält, dann wird man seine Fitness schnell verbessern. Voraussetzung ist die Abfolge von Training und Erholung. Also dass man nicht jeden Tag trainiert, sondern immer mindestens einen Tag Pause lässt.

Mit zunehmender Fitness kann man dann nach einigen Wochen auch anfangen, viermal in der Woche zu trainieren, oder auch noch öfter. Aber das muss man nicht tun.

Je fitter man wird, umso leichter wird es einem fallen, durch das Training immer mehr Kalorien zu verbrauchen. Nach ein paar Wochen kann man sich dann auch mal auf die Waage stellen.

Was sich allerdings viel stärker verändern wird als die Anzeige der Waage, ist der Wert, den das Maßband zeigt, wenn man seinen Umfang misst. Und darauf kommt es an.

Schwimmen hat schon ganz viele Menschen dazu gebracht, bei gleichem Körpergewicht in eine kleinere Kleidergröße zu passen.

Fazit: Ist Schwimmen die richtige Sportart für mich?

Schwimmen hilft beim Abnehmen. Schwimmen ist gut geeignet für Menschen, die egal wie viel wiegen. Das sind entscheidende Vorteile, die allerdings nur dann zum Tragen kommen, wenn man es tatsächlich tut. Wenn man wirklich regelmäßig schwimmt.

Damit man regelmäßig schwimmt, muss man es irgendwie gut finden, muss man sich damit wohl fühlen. Wer jedes mal einen riesen Kampf mit sich selbst ausfechten muss, weil er denkt, er müsste schwimmen gehen, es aber partout nicht will, wird letzten Endes nicht damit abnehmen.

Da man aber vorher nicht wirklich wissen kann, ob einem Schwimmen nicht vielleicht doch Spaß machen könnte, hilft Ausprobieren. Es spricht auch nichts dagegen, mehrere Sportarten auszuprobieren. Es hilft auch beim Abnehmen, wenn man mal diese, mal jene Sportart macht.

Sport hilft beim Abnehmen. Das ist sicher. Regelmäßiger Sport hilft noch besser. Schwimmen ist eine Sportart, die man gut regelmäßig machen kann, es lohnt sich, sie in Erwägung zu ziehen.

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Beitragsbild: michaelheim/Shutterstock