Warum Aquafitness und Wassergymnastik so gut zum Abnehmen sind

von Astrid Kurbjuweit
Aquafitness - gelenkschonend fit und schlank werden im Wasser
28. August 2021
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3 Minuten

Sport im Wasser wird von vielen Übergewichtigen zu Recht bevorzugt. Das Wasser trägt das Gewicht, sodass man nicht schwerfälliger ist als dünnere Leute. Und das Wasser schützt vor neugierigen oder auch unverschämten Blicken. Leider ist Schwimmen eher langweilig.

Aquafitness oder Wassergymnastik

Aquafitness oder Wassergymnastik in allen ihren Varianten bieten da eine erfreuliche Alternative. Sie haben alle Vorteile des Sports im Wasser und sind dabei kurzweilig und abwechslungsreich.

Wassergymnastik gibt es schon relativ lange, sie wird erfolgreich zur Rehabilitation nach Verletzungen eingesetzt. Sie nutzt den Auftrieb des Wassers, um verletzte oder überlastete Gelenke zu schonen, und dabei gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur zu trainieren.

Trendsportarten Aquafitness, Aquajogging, Aquapower und mehr

Seit einigen Jahren gibt es in dem Bereich eine Weiterentwicklung hin zur Trendsportart. Aquafitness hat alle Vorteile der Wassergymnastik und neben der Förderung der Gesundheit wird jetzt der Spass am Sport in den Vordergrund gestellt.

Es ist auch keine Randsportart mehr, sondern eine Sportart für alle, die spaßbetont etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

Dazu werden ständig neue Varianten entwickelt, die jeweils andere Aspekte betonen. So gibt es Aquajogging, im tiefen oder auch in relativ flachem Wasser, Aquapower, das besonders die Muskulatur trainiert, Aquacycling (Dabei werden spezielle Fahrräder verwendet, man braucht kein eigenes mitzubringen), Aquarobic, und viele mehr.

Aquafitness wird dabei als Oberbegriff verwendet, der alle diese Sportarten zusammenfasst.

Aquafitness für alle

Aquafitness kann von jedem ausgeübt werden. Alter, Gewicht und Sportlichkeit spielen überhaupt keine Rolle. Auch als Rehabilitationssportart ist Aquafitness geeignet.

Wenn man nicht vollständig gesund ist, sollte man allerdings vorher seinen Arzt fragen. Auch Nichtschwimmer können mitmachen, sie sollten allerdings im flachen Wasser bleiben.

Alles, was man braucht, ist ein Schwimmbad (und entsprechende Kleidung). In vielen Schwimmbädern werden inzwischen auch Kurse angeboten, die mit Musik untermalt werden und so gestaltet sind, dass das Training richtig Spaß macht.

Viele Kurse werden von den Krankenkassen als Präventionsmaßnahmen unterstützt. Aber natürlich kann man auch für sich alleine üben.

Aquafitness-Kurse

Kurse haben den Vorteil, dass man die richtige Technik lernt und dass sie zusammen mit anderen stattfinden. Man kann also sehen, dass es wirklich eine Sportart für alle ist und dass die Dünnen auch nicht unbedingt immer sportlicher sind.

Daneben lernt man in den Kursen viele Übungen, die einem alleine wahrscheinlich nicht eingefallen wären. Wer lieber alleine üben möchte, der kann sich seinen eigenen Kurs mithilfe eines passenden Buches zusammenstellen.

Aquafitness-Geräte

Zu den Übungen werden verschiedene Geräte verwendet, die speziell für Aquafitness entwickelt worden sind. So braucht man für das Aquajogging im tiefen Wasser einen speziellen Auftriebsgürtel.

Es gibt spezielle Hanteln und Geräte, die den Wasserwiderstand erhöhen. In Kursen kann man diese ausleihen und auch lernen, wie sie verwendet werden. Viele Übungen sind aber auch ganz ohne Geräte und Hilfsmittel möglich.

Ausdauer- und Krafttraining

Mit Aquafitness lässt sich sowohl das Herz-Kreislauf-System als auch die Ausdauer trainieren. Dabei werden die Gelenke und Sehnen geschont, da das Wasser das Körpergewicht trägt.

Deshalb wird es in allen Varianten auch häufig in der Rehabilitation nach Verletzungen eingesetzt. Beachten sollte man dabei, dass Schonung der Gelenke, Sehnen und Knochen bedeutet, dass sie nicht trainiert werden.

Wenn ein solches Training erwünscht ist, wie zum Beispiel bei Osteoporose, sollte die Wassergymnastik durch andere Sportarten ergänzt werden.

Weitere Auswirkungen

Das Training im Wasser hat noch weitere positive Auswirkungen. Durch den Wasserdruck wird der Druck auf die oberflächlichen Blutgefäße erhöht. Dieser setzt sich auch im gesamten Körper fort, sodass die Herzfrequenz bei gleicher Leistung sinkt.

Der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Luft führt zu einer Anregung des Immunsystems. Im Wasser ist der Muskeltonus niedriger, dadurch kommt es zu einem entspannenden Effekt.

Und, was für Übergewichtige besonders wichtig ist, im Wasser wiegt der Körper nur einen Bruchteil des Gewichtes an Land. Die Bewegungen sind also für Übergewichtige nicht beschwerlicher als für Normalgewichtige.

Aquafitness und Gewichtsreduktion

Aquafitness kann ohne Einschränkungen auch mit einem hohen Körpergewicht ausgeführt werden. Das erleichtert die Reduktion dieses Körpergewichtes.

Die Intensität der Übungen kann jederzeit an den eigenen Trainingsstand angepasst werden, dadurch wird im Laufe der Zeit immer mehr Energie verbraucht. Die steigende Fitness und zunehmende Muskelmasse erhöhen auch den Energieverbrauch in Ruhe.

Wenn das Wasser nicht zu warm ist, dann entsteht schon durch den Kältereiz ein hoher Energieverbrauch (Aber Vorsicht, hinterher kommt der Hunger). Und vor allem macht es Spaß, eine wichtige Voraussetzung, um auch tatsächlich dabei zu bleiben. Also eine richtig gute Sportart zum Abnehmen.

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Beitragsbild: AMA/Shutterstock